Wenn der Wald brennt

Bilder/Texte von Stefan Thanner

Wasserentnahme
Einsatzdatum:28.09.2014
Einsatzstichwort:Waldbrand
Alarmierung:09:00 Uhr
Einsatzstelle:Aiglstein
Beteiligte Einheiten:Großaign, Kleinaign, Eschlkam, Schwarzenberg, Stachesried, Warzenried, Daberg, Rittsteig, Vorderbuchberg, Atzlern, Neukirchen




Die Feuerwehren beweisen im Rahmen der Aktionswoche der bayrischen Feuerwehren ihre Leistungsfähigkeit.

Ausrichter der Feuerwehrübung im Rahmen der Aktionswoche der Bayrischen Feuerwehren war in diesem Jahr die Feuerwehr Großaign. Einsatzleiter Franz Pongratz hatte sich mit seinem Team eine groß angelegte Übung zur Bekämpfung eines Waldbrands im schwierigen Gelände ausgedacht.

Pünktlich um 9 Uhr alarmierte er über Funk die Feuerwehren Großaign, Kleinaign, Eschlkam, Schwarzenberg, Stachesried, Warzenried, Daberg, Atzlern, Rittsteig, Vorderbuchberg und Neukirchen. Das Katastrophenszenario war im Waldgebiet rund um den Aiglstein in der Nähe von Gaishof vorbereitet worden

Der Einsatzleiter teilte die Positionen der vierzehn Feuerwehrfahrzeuge so ein, dass jede Feuerwehr ungefähr die gleiche Anzahl an Schläuchen verwenden musste, um die Last der Arbeit gerecht auf alle anwesenden Feuerwehren zu verteilen. Das gesteckte Einsatzziel war die Brandbekämpfung über zwei B-Zuleitungen ohne großen Zeitverlust gerade in der Anfangsphase.

Als unverzichtbar im Einsatz bei einem Waldbrand stellten sich wie auch schon in den letzten Jahren die Tanklöschfahrzeuge aus Eschlkam und Neukirchen heraus, die im Pendelverkehr unablässig Löschwasser zur Einsatzstelle beförderten und so schon in der wichtigen Anfangsphase der Brandbekämpfung die Einsatzkräfte mit dem rettenden Nass an der angenommen Einsatzstelle versorgen konnten. Bis die sichere Wasserversorgung aus dem Löschweiher in Gaishof stand, mussten die Floriansjünger immerhin eine 900 Meter lange Leitung aus B-Schläuchen verlegen. Doch auch diese Herausforderung schafften die Feuerwehrmänner und -frauen binnen einer halben Stunde nach der Alarmierung.

Eine zweite Riegelstellung mit einer 200-Meter langen Zuleitung befand sich direkt im Waldgebiet. Versorgt mit Wasser wurden die dafür zuständigen Feuerwehren aus einem Pufferspeicher, bestehend aus einem Abrollbehälter „Mulde“ der Baufirma Schreiner, welche im Pendelverkehr aus dem Wasser der großräumigen Güllefässer verschiedener Landwirte gespeist wurde. So konnte der angenommen Waldbrand mit 8 C-Rohren unablässig bekämpft werden. Die Kapazität an Wasser hätte auch noch für den Einsatz weiterer Rohre genügt.

Für den reibungslosen Ablauf in der Organisation der Einsatzleitung hatte sich das Einsatzleiterfahrzeug als vorteilhaft erwiesen, das sich zurzeit im Probebetrieb befindet. Einsatzleiter Franz Pongratz konnte so in kürzester Zeit jede Stelle an der großflächigen Einsatzstelle erreichen, sich einen Überblick verschaffen und so weiter die Einsatzkräfte gezielt koordinieren.

Zur Abschlussbesprechung trafen sich die 116 Feuerwehrmänner und –frauen am Großaigner Feuerwehrhaus. Einsatzleiter Pongratz lobte die gute Zusammenarbeit der einzelnen Feuerwehren. Der Kreisbrandinspektor zeigte noch einmal die diesjährige Kampagne der Feuerwehren unter dem Motto „Mach Dein Kind stolz“ auf. Veranstaltungen für Quereinsteiger seien nicht nur auf die Aktionswoche beschränkt, sondern sollten das ganze Jahr über initiiert werden, um Frauen und Männer auch als Quereinsteiger in den Feuerwehren willkommen heißen zu können. Der sich anschließende Umtrunk der Feuerwehr Großaign wurde von den Einsatzkräften gerne und dankbar angenommen.

Bilder zum Einsatz:

FoerderstreckePufferspeicherFeuerwehr-Teamworksteile-WasserfoerderungLoeschwasserversorgungPuffer-fuellenWasser-marschWasserentnahmeWaldbrandPendelverkehr-TLFLoeschweiherEinsatzleiterfahrzeug

Zurück