Brand in holzverarbeitendem Industriebetrieb

Bilder/Texte von Alexander Hastreiter und Winfried Weber

Kontrolle-mit-WBK
Einsatzdatum:12.06.2013
Einsatzstichwort:Brand Industriebetrieb B 4
Alarmierung:20:37 Uhr
Einsatzstelle:Eschlkam, Feiglmühle
Beteiligte Einheiten:Eschlkam 11/1 + 21/1 + 40/1, Schwarzenberg 44/1, Kleinaign 43/1, Großaign 47/1, Stachesried 47/1, Warzenried 47/1, Daberg 47/1, Sengenbühl 49/1, Schafberg 40/1, Furth 10/1 + 21/1 + 30/1 + 40/1, Neukirchen 40/1 + 32/1




Aufmerksame Anwohner bemerken starke Rauchentwicklung und verständigen die Feuerwehr

Eschlkam/Feiglmühle. Im Häcksler einer Palettenfabrik bricht am Abend vermutlich durch Funkenflug ein Brand aus. Das Förderband transportiert die brennenden Holzhäcksel zu einem Lagerplatz und gerät dabei ebenso in Brand. Die Hitzeentwicklung ist schon so stark, dass die Kuststoffschieber des Förderbandes schmelzen.
Die starke Rauchentwicklung macht Anwohner auf den Brand aufmerksam. Sie verständigen die Feuerwehr. In der Firma ist zu diesem Zeitpunkt niemand anwesend.
Wegen der Brandgefahr und enormen Brandlast alarmiert die Leitstelle unter dem Alarmstichwort B 4, Brand Industriebetrieb, ein Großaufgebot an 11 Feuerwehren, die mit 18 z.T. schweren Löschfahrzeugen und 2 Drehleitern anrücken.
Die Ortswehr Schwarzenberg ist als Erste am Einsatzort und baut vom Hydranten eine Leitung zum Brandherd auf.
Der inzwischen eingetroffen Brandleider unternimmt mit einem Feuerlöscher erste Löschversuche, die den Brand erheblich eindämmen. Die Feuerwehr Eschlkam unterstützt mit 2 Trupps unter Atemschutz die weiteren Löschversuche direkt am Häcksler und baut eine weitere Förderleitung zum Brandort auf. Von den weiteren Feuerwehren gehen zusätzliche Trupps unter schwerem Atemschutz in Bereitschaft.

Mit der WBK wird im Innern der Maschine eine Temperatur von 172 Grad festgestellt. Nach Entfernen von Verblendungen an der Maschine wird die Stahlwalze mit Wasser aus dem C-Strahlrohr minutenlang gekühlt. Zeitgleich löschen die Schwarzenberger Kameraden mit einem weiteren C-Rohr das Förderband und den Hackschnitzelhaufen und fahren die nassen Hackschnitzel in sichere Entfernung vom Brandort.
Eine Ausbreitung des Brandes kann verhindert werden.
Nachdem sich der Brand als nicht so dramatisch herausstellt, können die weiteren Wehren aus Kleinaign, Großaign, Stachesried, Warzenried, Furth, Daberg, Schafberg, Sengenbühl und Neukirchen nach 30 Minuten wieder entlassen werden und die Brandstelle verlassen.
Die Wehren Schwarzenberg und Eschlkam bleiben zum Kühlen der Maschine noch eine Stunde am Einsatzort.
Gegen Mitternacht wird die Anlage mit der Wärmebildkamera der FF Eschlkam noch einmal kontrolliert, wobei keine Auffälligkeiten festgestellt werden.
Die Ermittlung der Brandursache und der Schadenshöhe übernimmt die Polizei Furth.
Zur Absicherung der eingesetzten Feuerwehren war das BRK mit einem Rettungswagen samt Besatzung vor Ort, die aber nicht eingreifen mussten.

Bilder zum Einsatz:

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