Hochwassereinsatz in Thundorf bei Osterhofen

Bilder/Texte von Alexander Hastreiter / Winfried Weber

Am-Ziel-angekommen
Einsatzdatum:04.06.2013
Einsatzstichwort:Katastrophenalarm Hochwasser
Alarmierung:18:00 Uhr
Einsatzstelle:Osterhofen
Beteiligte Einheiten:Katastrophenschutzkontingent des Landkreises Cham




3. Katastrophenschutzkontingent des Landkreises Cham hilft mit 145 Männern und Frauen beim Hochwasser an der Donau.

Osterhofen/OT Thundorf. Im Landkreis Deggendorf herrscht eine noch nie dagewesene Flutkatastrophe. Die Donau wälzt sich mit ungeheuren Wassermassen durch den Landkreis. An mehreren Stellen sind Deiche bereits gebrochen und weite Teile überflutet. Viele Menschen müssen ihre Häuser und Wohnungen verlassen, werden mit Booten oder Hubschraubern evakuiert.
Die Regierung von Niederbayern bittet um Unterstützung aus ganz Bayern. Über die Regierung der Oberpfalz werden die Katastrophenschutzkontingente aus dem Landkreis Cham angefordert. Und der Landkreis hilft mit über 1.000 Männern und Frauen der Freiwilligen Feuerwehren, des THW und des BRK, der Wasserwacht und der Bergwacht.
Am Dienstagabend rollt das 3. Hilfskontingent Cham Land 3 mit 21 Fahrzeugen und 145 Mann Besatzung, darunter 8 Mann aus Eschlkam mit dem MZF in den überfluteten Landkreis. Aufgabe ist das 2. Kontingent abzulösen, das schon seit 12 Stunden rund um Osterhofen im Einsatz ist und einen gefährdeten Damm auf 5 km Länge mit Sandsäcken verstärkt. Dazu müssen die Sandsäcke gefüllt, zum Damm gebracht und auf der Dammkrone verteilt werden. Eine Knochenarbeit, die gegen 6 Uhr des darauffolgenden Tages erledigt ist. Tausende Sandsäcke sind in 10 Stunden Nachtarbeit gefüllt und verteilt worden. Neben den Einsatzkräften aus dem Landkreis Cham waren auch Kräfte aus Regensburg und Pfarrkirchen am selben Damm zu Werke. Gut 400 Einsatzkräfte mühten sich die ganze Nacht, die Dammkrone zu sichern.
Der Scheitelpunkt der Wasserflut wird am Morgen zwischen 8 und 10 Uhr erwartet. Bis dahin sind alle Kräfte gefordert. An Schlaf ist in dieser Nacht nicht zu denken. Versorgt werden die Rettungskräfte von den Einwohnern und den örtlichen Wehren.
Für die Chamer Feuerwehrleute ist es selbstverständlich in dieser extrem schwierigen Lage auch überregional zu helfen, obwohl sie zum Teil schon nach der Hochwasserlage im Landkreis Cham anstrengende Tage hinter sich haben.
Für den Katastrophenschutzeinsatz kilometerweit von zu Hause entfernt, konnten sich die Kameraden am frühen Abend vorbereiten und die nötige Zusatzausrüstung wie Wathosen und die persönliche Versorgung mit Essen und Trinken zusammenstellen.
Nach 14 Stunden kehren die Einsatzkräfte aus dem ganzen Landkreis Cham wieder in die Heimat zurück. Im Gegenzug hat sich das 4. Kontingent aus dem Landkreis Cham mit 245 Mann auf den Weg nach Deggendorf gemacht.

Bilder zum Einsatz:

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Fahrzeuge im Einsatz:

Historie: MZF Historie: MZF

LF 8/6 LF 8/6

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