Gasexplosion mit zwölf Verletzten

Bilder/Texte von Stefan Thanner

Hand-in-Hand
Einsatzdatum:24.10.2015
Einsatzstichwort:Gasexplosion
Alarmierung:18.21 Uhr
Einsatzstelle:Autohaus Neumeier
Beteiligte Einheiten:Eschlkam 20/1 + 41/1; Kleinaign 44/1; Schwarzenberg 44/1; Großaign 43/1; Stachesried 43/1; Warzenreid 43/1;




Übungsszenario fordert die sechs Feuerwehren der Gemeinde Eschlkam.

Eschlkam. Eine Einsatzübung, die selbst die erfahrenen Einsatzkräfte überraschte. Zu einer großangelegten Gemeindeübung hatte die Feuerwehr Eschlkam die Feuerwehren Kleinaign, Großaign, Stachesried, Schwarzenberg und Warzenried geladen. Ausgearbeitet von den Kommandanten Markus Rötzer und Michael Gutscher erwartete die Einsatzkräfte ein wahres Horrorszenario, das innerhalb kürzester Zeit von den Gruppenführern eingeschätzt und professionell von den Einsatzkräften abgearbeitet werden musste. Dementsprechend umfangreich war die Alarmmeldung: „Betriebsunfall im Autohaus Neumaier, PKW gegen Baumaschine mit Gasexplosion in angrenzendem Werkstattgebäude“.

Nachdem die Großschadenslage klar war wurden durch die Einsatzleitung mehrere Abschnitte gebildet. Der erste Einsatzabschnitt hatte eine gesicherte Wasserversorgung zur Brandbekämpfung zur Aufgabe. Zudem wurden von jeder Feuerwehr Atemschutzgeräteträger zur Verfügung gestellt um den angenommen Brand im Werkstattgebäude bekämpfen zu können. Mehrere Personen waren als vermisste gemeldet worden. So suchten die Atemschutztrupps die weitläufige Werkstatt mit System und mit den zwei Wärmebildkameras nach den Personen ab. Doch dann kam die Dramatik richtig zum Vorschein. Stefan Schneider vom BRK hatte die vermissten Personen professionell und realitätsnah mit verschiedensten Verletzungen geschminkt, so dass neben der Rettung nun auch die Erstversorgung der Verletzten im Mittelpunkt stand. Hier bewährten sich die ausgebildeten Ersthelfer der Feuerwehren Großaign und Stachesried, die dafür einen Verletztensammelplatz einrichteten. Jeden Einzelne wurde  registriert und sowohl medizinisch als auch psychologisch versorten. Insgesamt kümmerten sich die Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen um zwölf Verletzte und zwei Tote. Unterstützt wurden sie dabei von BRK-Wachleiter Florian Neppl und Armin Fischer.

Im zweiten Abschnitt mussten die eingeklemmten Personen des Unfalls mit schwerem Gerät gerettet werden. Dazu arbeiten die Einsatzkräfte aus Eschlkam und Kleinaign eng zusammen. Nachdem das Unfallfahrzeug und der Radlader stabilisiert, die Verletzten betreut und erstversorgt waren, begann die schwierige Rettung mit Rettungsschere, Rettungsspreizer und Hebekissen.

Zur Abschlussübungsbesprechung wurde den Einsatzkräften volles Lob gezollt. Ein großer Dank galt Christian Neumaier mit seiner Familie, die ihr Gebäude und ihr Firmengelände für diese gelungene Übung zur Verfügung gestellt hatten. Ein großes Dankeschön ging auch an die Mitarbeiter des bayrischen Roten Kreuzes, die diese Übung mit viel Sachverstand realitätsnah gemacht hatten. Für die Darstellung der Verletzten, die in großer schauspielerischer Weise die Einsatzkräfte forderten, erging ebenfalls ein herzliches Dankeschön.

Bilder zum Einsatz:

RettungschereSpreizereinsatzBrandverletzungVerletztensammelstelleHand-in-HandEinsatzstellePersonenrettungAtemschutz

Fahrzeuge im Einsatz:

TSF

TLF 16/25

LF 16/12

Historie: TSF

LF 8/6

LF 8/6

LF 8/6

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