Brand einer Scheune in Všeruby/CZ

Bilder/Texte von Winfried Weber

Zusammenarbeit-Wassertramsport
Einsatzdatum:14.12.2020
Einsatzstichwort:B 4 Brand Bauernhof
Alarmierung:18:23
Einsatzstelle:Všeruby
Beteiligte Einheiten:Eschlkam 11/1 + 20/1 + 41/1, Cham 6/1, Feuerwehren Všeruby , Domazlice, Kdyně




Feuerwehr Eschlkam hilft zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres in der tschechischen Nachbargemeinde

Eschlkam/Všeruby . In der tschechischen Nachbargemeinde Všeruby brennt eine Scheune mit Heuballen. Aufgrund der schlechten Wasserversorgung bzw. des fehlenden Hydrantennetzes an der Einsatzstelle ruft der örtliche Kommandant die Alarmstufe B4 aus. Nachdem es seit drei Jahren ein grenzüberschreitendes Hilfeleistungsabkommen zwischen Bayern und Böhmen gibt, ist bei dieser Stufe automatisch die Feuerwehr Eschlkam im Alarmplan dabei. Entsprechend löst die ILS Regensburg Alarm aus. Die Eschlkamer Wehr rückt mit allen Fahrzeugen zum Brand nach Všeruby aus. Die Einsatzstelle wird in 9 Minuten erreicht. Die tschechischen Hasiči, die mit fünf großen Löschfahrzeugen aus Všeruby, Kdyně und Domažlice angerückt sind - darunter ein GTLF mit 9000 Liter Wassertank, bekämpfen den Brand der Heuballen mit C-Rohren und einem Traktor, der das Brandgut aus der offenen Scheune auf eine nahe gelegene Wiese bringt. Dort werden die Ballen abgelöscht. Die angrenzende leere Stallung ist durch eine Brandschutzmauer geschützt und wird vorsorglich mit der Wärmebildkamera kontrolliert, um ein Übergreifen rechtzeitig zu erkennen.
Während der Anfahrt rüsten sich Eschlkamer Atemschutzgeräteträger aus, gehen an der EST in Bereitstellung, werden aber nicht benötigt. Bei der Ankunft an der Einsatzstelle schlagen bereits meterhohe Flammen in den Nachthimmel.
Die beiden wasserführenden Fahrzeuge aus Eschlkam unterstützen die tschechischen Kollegen beim Pendelverkehr zur Brandstelle und versorgen die Löschmannschaften mit Wasser. Aufgrund eines Dolmetschers funktioniert die Zusammenarbeit einwandfrei.
Nachdem ein Elektriker des zuständigen Stromversorgers die Starkstromleitung stromlos geschalten hat, die über der Brandstelle verläuft, besteht für die eingesetzten Feuerwehren aus Bayern und Böhmen keine Gefahr mehr.
Nach zwei Stunden wird die Eschlkamer Wehr aus dem Einsatz entlassen. Die tschechischen Kollegen bekämpfen den Brand noch länger. Die Ermittlungen zur Brandursache hat die zuständige Polizei aus Kdyně übernommen. Es wird von vorsätzlicher Brandstiftung ausgegangen. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Bilder zum Einsatz:

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