Ausbildung "Löschen mit Schaum" der Inspektion Furth

Bilder/Texte von Winfried Weber

Benzinbrand-loeschen
Einsatzdatum:27.09.2020
Einsatzstichwort:Ausbildung Löschen mit Schaum
Alarmierung:09.00 Uhr
Einsatzstelle:Eschlkam, Feuerwehrgerätehaus
Beteiligte Einheiten:Eschlkam 11/1, Grabitz 46/1, Warzenried 47/1




Fit im Umgang mit brennbaren Flüssigkeiten

Eschlkam. Zur einer Ausbildung im Umgang mit Schaummittel lud die Inspektion Furth die 22 Wehren des Inspektionsbereiches ein. Zwölf Feuerwehrfrauen und -männer aus den Wehren Eschlkam, Warzenried, Ried und Grabitz folgten der Einladung ins Gerätehaus Eschlkam.
Als Ausbilder fungierte Tobias Engl von der Feuerwehr Furth, der mit Hilfe des Schaummittelanhängers der Kreisbrandinspektion Cham die verschiedenen Löscharten bei brennbaren Flüssigkeiten vorstellte. Der Vorteil von Schaum sei, dass er sich wie ein Teppich auf die Flüssigkeit lege und damit dem Feuer den nötigen Sauerstoff entziehe. Unter Umständen sei der Schaum die einzige Methode brennende Flüssigkeiten zu löschen. Entscheidend sei, dass sowohl das richtige Schaummittel als auch das richtige Mischungsverhältnis angewendet werde. Und dass oft eine relativ geringe Menge des Gemisches ausreiche, einen Brand abzulöschen. Jedenfalls würde die benötigte Wassermenge deutlich reduziert im Vergleich zum Löschen nur mit Wasser, was den Kollateralschaden durch das Löschwasser deutlich reduziere. Deshalb wurde der Schaumtrainer auch von einem großen Bayerischen Versicherungsunternehmen gesponsert.

Zunächst erwartete die Teilnehmer eine theoretische Einführung in die Schaummittelkunde und die verschiedenen Löschtechniken mit Schwer- und Mittelschaum und die entsprechenden Gerätschaften, die auf jedem Feuerwehrauto dafür mitgeführt werden. Anhand einer PP-Präsentation erläuterte der Ausbilder, dass z.B. heiße, mit Ruß verschmutzte Luft die Schaummittelbildung verhindert, weshalb man bei Kellerbränden darauf achten müsse, von wo aus man den Löschangriff unternimmt. Er empfahl dafür einen Löschangriff über die Kellerschächte von außen. Ebenso kommt es beim Löschen von brennbaren Flüssigkeiten wie Benzin, Diesel und Ethanol auf das richtige Mittel sowie Mischungsverhältnis von Wasser, Luft und Schaum an. Und wann man ein Schwerschaumrohr oder ein Mittelschaumrohr einsetzt. Er erinnerte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch daran, Schaummittel gezielt einzusetzen und dabei an die Umwelt zu denken. Das Schaummittel solle so weit als möglich aufgefangen werden, da es für Wasserlebewesen nicht ungefährlich sei.

Im praktischen Teil wurde das erlernte Wissen dann am Brandsimulator geübt und mit Miniaturausgaben der reellen Löschgeräte ausprobiert.
Dazu wurde jeweils eine Wanne mit Benzin, Diesel bzw. Ethanol gefüllt und die Teilnehmer löschten dann den Flüssigkeitsbrand mit den entsprechenden Gerätschaften. Auch mit so kleinem Gerät (im Maßstab 1:50) ließ sich der Brand rasch unter Kontrolle bringen.

Zum Abschluss überreichte KBI Mario Bierl, KBM Michael Gutscher und Ausbilder Tobias Engl den Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Teilnahmebescheinigung.
Mario Bierl dankte allen für ihre Teilnahme in ihrer Freizeit zum Wohle der Bevölkerung und der Feuerwehr Eschlkam für das Ausrichten des Lehrgangs und das Besorgen des Anhängers.

Bilder zum Einsatz:

FluessigkeitsbrandLoeschversuche-mit-SchaumBenzinbrandGruppenbild1Benzinbrand-loeschenSchaumtrainer

Fahrzeuge im Einsatz:

MZF

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