Drei Gruppen bestehen Leistungsprüfung "Löschangriff"

Bilder/Texte von Winfried Weber

Wasser-Marsch
Einsatzdatum:07.11.2021
Einsatzstichwort:Leistungsprüfung Wasser
Alarmierung:09:30
Einsatzstelle:Bauhof Eschlkam
Beteiligte Einheiten:Eschlkam 11/1 + 20/1 + 41/, Cham 6/1




Drei Gruppen legen die Leistungsprüfung "Gruppe im Löscheinsatz" erfolgreich ab

Am vergangenen Sonntag legten drei Gruppen der Feuerwehr Eschlkam am Bauhof der Marktgemeinde Eschlkam die Leistungsprüfung „die Gruppe im Löschangriff“ unter den Augen von Kreisbrandmeister Michael Gutscher, Inspektionsjugendwart Stefan Heitzer und dem Ehrenkreisbrandmeister Werner Bartl ab.

Alle zwei Jahre unterziehen sich die Feuerwehrfrauen und -männer dieser Leistungsprüfung, um für den Brandfall gerüstet zu sein und nach den geltenden taktischen Einsatzregeln vorzugehen.
Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte legte eine fast ausschließliche Frauengruppe die Leistungsprüfung ab.
Und zum ersten Mal wagte eine Gruppe die Variante mit Atemschutz, bei der das Wasser aus dem Tanklöschfahrzeug entnommen wird, dafür aber vier Mann mit Atemschutz ausgerüstet werden müssen.

Nachdem die verschiedenen Aufgaben (Angriffs-, Wasser- und Schlauchtrupp und Melder) ausgelost und die Zusatzfragen richtig beantwortet waren (Fragen zur Gerätekunde, Erste-Hilfe, Gefahrenzeichen, Fragebogen mit 25 Fragen), mussten verschiedene Knoten vorgeführt werden, die im Feuerwehr-Alltag vorkommen können. Durch das Losverfahren soll bewirkt werden, dass jede(r) alles kann und sich nicht auf eine bestimmte Aufgabe beschränkt. Im Ernstfall sind die Kenntnisse überlebenswichtig!
Nach dem theoretischen Teil galt es in einem vorgegebenen Zeitraum (240 Sekunden) einen kompletten Löschangriff aufzubauen vom Oberflurhydranten zur Pumpe am Löschfahrzeug und von dort weiter zum Verteiler bis zum Löschen mit drei C-Rohren. Die drei Trupps an den Strahlrohren spritzen dann mit Wasser gefüllte Eimer um, die eine Brandstelle simulieren sollen. Jedem Trupp kommen innerhalb der Leistungsprüfung vorher festgelegte und bis ins kleinste Detail durchdachte Aufgaben zu: von der Verkehrsabsicherung zum Verlegen der Förderleitung, dem Bedienen des Verteilers bis zum Verlegen der C-Leitung und dem Zusammenkuppeln mit dem Strahlrohr.
Die verschiedenen Aufgaben greifen wie Zahnräder ineinander: perfekter Aufbau in schnellster Zeit. Wobei die Schiedsrichter auf einen sicheren und fehlerfreien Aufbau achten. Denn jeder Fehler kann im schlimmsten Fall zu Verletzungen führen. Dieses „Training“ garantiert dann auch den Löscherfolg im Ernstfall.

Nach dem Rückbauen der Schlauchleitung steht als letzter Teil der Prüfung das Saugschlauchkuppeln an. Vier Saugschläuche samt Saugkorb müssen auf Zeit aus dem Fahrzeug entnommen, zusammengekuppelt, mit Sicherungsleinen versehen und an die Fahrzeugpumpe angeschlossen werden. Der spannende Augenblick, ob alles fehlerfrei geklappt hat, ist die Trockensaugprobe. Dazu saugt die Fahrzeugpumpe die Luft aus den Saugschläuchen und erzeugt einen Unterdruck. Dieser muss nach dem Ausschalten der Pumpe eine gewisse Zeit konstant bleiben. Wenn der Druck fällt, ist irgendeine Kupplung nicht richtig geschlossen und zieht „Fremdluft“, was bei einem Einsatz Druckverlust bedeuten würde und für den Löscherfolg natürlich kontraproduktiv wäre.

Alle drei Eschlkamer Gruppen meisterten die Prüfung in der geforderten Zeit und bestanden sie erfolgreich. Als Anerkennung für die gezeigte Leistung erhielten sie aus der Hand von KBM Mich Gutscher die Leistungsabzeichen überreicht. Die Prüfung kann alle zwei Jahre abgelegt und insgesamt sechs Mal wiederholt werden: deshalb gibt es das Abzeichen von Bronze bis Gold-Rot.Sie werden bei festlichen Anlässen an der Feuerwehruniform getragen. Nicht ganz ohne Stolz, denn hinter jedem Abzeichen stecken viele Stunden der Vorbereitung und Übung, die man in seiner Freizeit für die Sicherheit der Bevölkerung opfert.
Die Frauengruppe hat der ehemalige Kommandant Markus Rötzer vorbereitet. Die beiden anderen Gruppen wurden durch die beiden Kommandanten Matthias Pongratz und Franz-Josef Meidinger angeleitet. Wegen Corona entfielen 2020 die Leistungsprüfungen. Deshalb dürfen sie ausnahmsweise gleich nächstes Jahr wieder durchgeführt werden.

Zum Dank für die geleistete Arbeit im Ehrenamt wurden alle „Prüflinge“ und ihre Ausbilder samt Schiedsrichter vom Feuerwehrverein zu einem „Feuerwehrschnitzel“ ins Gerätehaus eingeladen.

Das Abzeichen in Bronze durften aus den Händen der Schiedsrichter entgegennehmen: Dr. Marion Adam, Elke Iglhaut, Lisa Korherr, Margit Lemberger, Jutta Müller, Stephan Peinkofer, Margit Peinkofer, Bettina Penzkofer, Bettina Rötzer, Nina Rötzer und Lukas Rötzer.

Das Abzeichen in Silber erreichten Tobias Baumann und Stefan Wanninger.

Das Abzeichen in Gold darf in Zukunft mit Stolz an seiner Brust tragen: Andreas Dick, Andreas Grund und Daniel Sperl.

Das Abzeichen Gold-Blau Thomas Leonhard und Franz-Josef Meidinger.

Das Abzeichen Gold-Rot und damit die Endstufe erreichten Anton Dick und Robert Hastreiter.

 

 

Bilder zum Einsatz:

Gruppenbild1Gruppenbild2AT-Trupp-Wasser-haltWasser-MarschSaugschlauchkuppelnSaugschlauchkuppeln2SchlauchtruppST-Trupp-LoeschangriffGruppenbild3

Fahrzeuge im Einsatz:

MZF

TLF 16/25

LF 16/12

Zurück