Brand Landw. Anwesen in Großaign

Bilder/Texte von Winfried Weber, Franz Meidinger

Blechdach-Kuhstall
Einsatzdatum:24.06.2021
Einsatzstichwort:Brand Landwirtschaftliches Anwesen B4
Alarmierung:10:29
Einsatzstelle:Großaign, Schöneichenstraße
Beteiligte Einheiten:Eschlkam, Großaign, Kleinaign, Schwarzenberg, Stachesried, Warzenried, Neukirchen, Vorderbuchberg, Furth im Wald, Daberg, Grabitz, Sengenbühl, Ried, Bad Kötzting, Vseruby, Domazlice, Kdyne, Cha 1, Cha 3, Cha 6/1, Cha 6/2, Cha 1/6, Kater Arrach,THWRD Fu




Eine Kranscheune mitsamt Erntevorräten werden ein Raub der Flammen.

Eschlkam/OT Großaign. Am Donnerstagvormittag heulen im gesamten Hohenbogenwinkel die Feuerwehrsirenen. Eine Kranscheune in einem landwirtschaftlichen Anwesen in Großaign steht in Vollbrand. Die Flammen haben auf den angebauten Rinderstall, den Jungviehstall und den nebenan stehenden Kälberstall bereits übergegriffen. Die Leitstelle löst nach Notrufeingang des örtlichen Kommandanten Alarmstufe B4 aus. Es rücken über 200 Feuerwehrfrauen und -männer aus 14 umliegenden Feuerwehren mit 2 Drehleitern zur Brandstelle aus. Unterstützung kommt auch aus dem tschechischen Nachbarland mit drei Feuerwehren.
Eine weithin sichtbare Rauchsäule weist den Einsatzkräften den Weg zur Brandstelle.
Zunächst gilt es den angrenzenden Kuhstall zu retten, der unmittelbar an die in Vollbrand stehende Kranscheune angebaut ist. Die Brandschutzmauer leistet dabei wertvolle Dienste und trägt wesentlich dazu bei das Feuer eingrenzen zu können.
70 Kühe aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich werden von Feuerwehrkräften und zu Hilfe eilenden Nachbarn ins Freie getrieben und in einem leeren Fahrsilo notdürftig untergebracht.
Die Mannschaft aus Eschlkam wird vom Orstkommandanten Andreas Breu mit der Sicherung der Maschinenhalle samt Gerätschaft und dem Kälberstall beaufragt, die nur ein paar Meter neben dem Brandherd stehen.
Zunächst mit dem Wasser aus dem Tank, dann mit einer Förderleitung von einer 300 Meter entfernten Zisterne wird zum Teil unter schwerem Atemschutz mit mehreren Strahlrohren der Kampf gegen das Inferno aufgenommen.
Nachdem genug Wasser für den mobilen Wasserwerfer vorhanden ist, kann gerade noch verhindert werden, dass die angrenzenden Gebäude in Vollbrand geraten. Die Holzverschalung ist schon verkohlt, das Fenster geschmolzen, das Stroh in den Kälberboxen beginnt bereits zu glimmen. Im Freien gelagertes Brennholz beginnt ebenfalls schon zu Rauchen. Das Plasikschutzblech eines Traktors ist durch die Hitzestrahlung geschmolzen. In allerletzter Sekunde gelingt es die Maschinenhalle und den Kälberstall zu halten. Sonst hätten sich die Eschlkamer Kräfte von der Giebelseite zurückziehen müssen. Unterstützt werden die Eschlkamer Kräfte, die durch die enorme Hitzestrahlung der vielen Heubündel am Rande ihrer Kräfte sind, beim Kampf an der Giebelseite durch Käfte aus Domazlice, die wie gerufen rechtzeitig zu Hilfe kommen.
Im Innenhof wird das Wohnhaus und der Kuhstall durch die Drehleiter aus Neukirchen und viele Strahlrohre der Großaigner und Stachesrieder Wehren geschützt, während die Further Drehleiter im Fahrsilo auf der gegenüberliegenden Seite des Kuhstalls zum Einsatz kommt. Aus Furth wird ein weiterer mobiler Wasserwerfer an der Westseite der Kranscheune eingesetzt.
Enorme Mengen Wasser werden benötigt. Neben dem Hydrantennetz wird Wasser aus einer Zisterne entnommen, von einem nahen Löschteich und durch den Schlauchwagenzug aus Bad Kötzting von der gut 2000 Meter entfernten Chamb aufgebaut.
Durch die vielen Feuerwehrfahrzeuge kann die Staatsstraße durch Großaign nur einspurig befahren werden, was zu einem Stau der vielen Lkw führt.
Die Kranscheune kann nicht gehalten werden. Die Kälber im gegenüber liegenden Stall haben mehr Glück. Sie überleben unbeschadet. Wobei durch die Hitze die Holzverschalung und das Dach des Kälberstalls bereits zu Brennen begonnen haben. Beim Löschangriff verletzt sich ein Eschlkamer AT-Träger leicht an der Hand und wird vom Rettungsdienst unter Leitung von D. Lommer versorgt.
Gegen 12.00 Uhr ist das Feuer unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten dauern bis 17.00 Uhr.
Die meisten Wehren können um 14.00 Uhr aus dem Einsatz entlassen werden. Am Brandort bleiben die Wehren aus Großaign, Eschlkam, Warzenried und Neukirchen. Am Abend müssen noch entlaufene Rinder gesucht werden.
Zur Unterstützung der Örtlichen Einsatzleitung kommt KBR Mike Stahl sowie KBI Greil, die beiden KBM M. Gutscher und A. Hierstetter und das UG ÖEL aus Arrach an die Einsatzstelle.
Der Fachberater THW wird ebenfalls alarmiert, genauso ein Tierarzt.
BGM Florian Adam macht sich am Brandort ein Bild von der Lage, ebenso ein Mitarbeiter des Landratsamtes.
Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Kripo Regensburg übernommen. Der zuständige Ermittler erlaubt nach Rücksprache den Abriss der Kranscheune, um die vielen Heuballen zu bergen, die immer wieder neu aufflammen.
Ein örtlich ansässiges Entsorgungsunternehmen beginnt noch am Nachmittag mit den Abriss- und Aufräumarbeiten der Kranscheune. Dazu wird das Blechdach abgerissen und dann die die Stahlträger der Kranhalle.

 

Bilder zum Einsatz:

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Fahrzeuge im Einsatz:

TSF Logistik

MZF

TSF

TLF 16/25

LF 16/12

LF 8/6

LF 8/6

LF 8/6

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