Verkehrsunfall B 20 im Deschlbergtunnel

Bilder/Texte von Winfried Weber

im-Tunnel
Einsatzdatum:09.08.2015
Einsatzstichwort:VU zwei Pkw, mehrere Personen eingeklemmt
Alarmierung:05:29 Uhr
Einsatzstelle:B 20, Deschlbergtunnel
Beteiligte Einheiten:Eschlkam 20/1 + 41/1, Arnschwang 41/1, Furth 10/1+21/1+23/1+40/1+60/1+30/1+14/1+55/1, Weiding 20/1, Grabitz 48/1, RTW, NAW, RTH, Pol




Bei einem Frontalzusammenstoß auf der B 20 im Deschlbergtunnel stirbt eine Frau und ein Mann erleidet schwere Verletzungen.

Furth im Wald/Deschlbergtunnel. Auf der B 20 kommt es mitten im Deschlbergtunnel am Sonntagmorgen zu einem Frontalzusammenstoß zweier Pkw im Gegenverkehr. Die Fahrerin des Hyundai, die aus dem tschechischen Nachbarland stammt und allein unterwegs war, wird dabei tödlich verletzt. Der Fahrer des BMW Mini aus dem Hohenbogenwinkel, ebenfalls allein im Fahrzeug, wird schwer verletzt. Durch die Wucht des Aupralls werden beide Pkw gegen die Tunnelwand geschleudert und beide Personen in ihren Fahrzeugen eingeklemmt.
Nach dem Notrufeingang werden fünf Feuerwehren zur Unterstützung des Rettungsdienstes in den Tunnel geschickt: Grabitz, Arnschwang und Weiding von der Südseite, Furth und Eschlkam von der Nordseite. Mit im Gepäck führen sie schweres Rettungsgerät: Hydraulische Spreizer und Schere zur Befreiung der eingeklemmten Fahrer. Während die Wehren aus Arnschwang und Eschlkam die jeweiligen Zufahrten am Tunnel absperren, befreien die Wehren Grabitz, Weiding und Furth die Personen. Für die tschechische Fahrerin kommt jede Hilfe zu spät. Sie ist bereits tot als die Rettungskräfte von BRK und Feuerwehr eintreffen. Um das Leben des jungen Fahrers kämpfen Rettungsdienst und Notarzt. Um beide Fahrer aus ihren Fahrzeugen zu befreien, müssen die Feuerwehreinsatzkräfte sowohl die Autodächer als auch die Fahrertüren abtrennen. Keine leichte Aufgabe bei der Deformation und der räumlichen Enge zur Tunnelwand. Aufgrund des Zerstörungsbildes im Tunnel fordert der Notarzt aus Arnschwang einen Rettungshubschrauber an. Dieser landet vor dem Nordportal des Tunnels.
Nachdem der Mann befreit und stabilisiert ist, wird er im Rettungswagen aus dem Tunnel gebracht und mit dem Hubschrauber in die Regensburger Uniklinik geflogen.
Ein Gutachter klärt die Unfallursache. Solange bleibt der Tunnel für den Verkehr gesperrt.
Ein Team der Notfallseelsorge/Krisenintervention kümmert sich um die Rettungskräfte vor Ort bzw. die Angehörigen der Unfallopfer. Die Polizeiinspektion Furth übernimmt die Ermittlungen und die Verständigung der Angehörigen. Nachdem die Wracks von einem Abschleppdienst geborgen sind und die Straße von Trümmern und Fahrzeugflüssigkeiten gereinigt ist, wird der Tunnel wieder für den Verkehr frei gegeben.

 

Bilder zum Einsatz:

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Fahrzeuge im Einsatz:

TLF 16/25

LF 16/12

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