Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Spandlberg

Bilder/Texte von Winfried Weber

Brand Spandlberg 24.01.05 Feuer aus
Einsatzdatum:24.01.2005
Einsatzstichwort:Brand B3 Landwirtschaftliches Anwesen
Alarmierung:13:18 Uhr
Einsatzstelle:Spandlberg, Neukirchen b. Hl. Blut
Beteiligte Einheiten:Eschlkam 11/1 + 21/ + 40/1, Schwarzenberg 44/1, Stachesried 47/1, Warzenried 47/1, Vorderbuchberg 44/1, Atzlern 43/1, Rittsteig 43/1, Neukirchen 11/1 + 21/1 + 42/1, Furth 21/1 + 30/1 + 40/1, Arnschwang 21/1 + 43/1, Lam 21/1 + 40/1, Cham 1, Cham 6, Cham 4




Aus ungeklärter Ursache entsteht zwischen Wohnhaus und Stall ein Brand, der sich schnell auf die angebaute Scheune ausbreitet und die darin gelagerten Heuballen entzündet. Kühe können noch rechtzeitig befreit werden, die Erntevorräte werden ein Raub der Flammen.

Neukirchen/OT Spandlberg. Beim Anwesen Multerer in Spandlberg bricht gegen 13.00 Uhr zwischen Wohnhaus und Stall Feuer aus, das sich schnell auf die angebaute Scheune ausbreitet und die darin gelagerten Heuballen entzündet. Die telefonisch verständigte Polizeitstation Neukirchen löst die höchste Brandmeldestufe aus. Im ganzen Hohenbogenwinkel ertönen daraufhin die Sirenen und rufen die Wehren zum Einsatz. Beim Ankommen der ersten Feuerwehren steht die im rechten Winkel angebaute Scheue und der Stall bereits in Vollbrand. Eine 30 Meter hohe Rauchsäule zeigt den zu Hilfe eilenden Floriansjüngern von weitem den Weg durch die tief verschneite Landschaft. Die Ortswehr Rittsteig baut sofort eine Förderleitung vom 150 Meter entfernten Hydranten auf. Die Tanklöschfahrzeuge aus Neukirchen und Eschlkam fahren bis zum Brandherd vor und beginnen mit 4 C-Strahlrohren das Wohnhaus zu sichern. Für die Scheune und den Stall gibt es keine Rettung mehr. Nachbarn können in letzter Sekunde die 9 Kühe und 2 Kälber aus dem brennenden Stall befreien.
Die Flammenn haben bereits auf den ganzen Dachüberschuß des Wohnhauses übergegriffen, Rauch erfüllt das Wohnhaus. Vier Trupps unter Atemschutz dringen ins Dachgeschoss vor und öffnen mit der Motorsäge die Dachverschalung und löschen mit Schnellangriffsrohren den Dachstuhlbrand, um eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern. Die Besatzung der Drehleiter löscht den Dachstuhlabrand von außen. Zeitgleich dringen weitere Atemschutztrupps zum Tankraum der Heizung vor, der sich unter dem Überschuß bedfindet und kühlen die Heizöltanks aus Kunststoff, die von den Flammen bereits bedroht sind. Der Hauseigentümer erleidet während der Löscharbeiten einen Schwächeanfall und wird von den ebenfalls bereitstehenden Rettungsassistenten aus Furth im Wald versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Während der Löscharbeiten verletzt sich ein Feuerwehrmann und muss ebenfalls im Krankenhaus versorgt werden.

Das Hauptaugenmerk der Feuerwehren gilt von Anfang an dem Halten des Wohnhauses. Während die Einsatzkräfte der Tanklöschfahrzeuge aus Eschlkam, Neukirchen und Lam, sowie die Besatzung der Further Drehleiter ein Ausbreiten im Wohnhaus durch den Einsatz von Atemschutzgeräteträgern mit Mühe verhindern, verlegen die Feuerwehren aus Schwarzenberg, Stachesried, Warzenried, Engelshütt, Rittsteig, Vorderbuchberg und Atzlern über mehrere hundert Meter eine Löschwasserversorgung von weiteren Hydranten und einem 1000 Meter entfernten Fischteich, wobei noch 30 Höhenmeter zu überwinden sind. Das Feuer in Scheune und Stall wird dann endlich mit allen zur Verfügung stehenden Rohren bekämpft. Und das bei Temperaturen um minus 10 Grad. Der massive Einsatz von Löschwasser durch 15 B-Strahlrohre, dem Wenderohr der Further Drehleiter und 25 C-Strahlrohren zeigt nach knapp 90 Minuten endlich Wirkung.

Zur Klärung der Brandursache haben sich Brandfahnder aus Regensburg an der Einsatzstelle angekündigt. Das Brandgut darf solange nicht entfernt werden bis die Brandfahnder den Einsatzort begutachtet haben. Immer wieder lodern kleine Feuer auf, vor allem in der Scheune. Beißender Rauch hängt über der Einsatzstelle. Zudem hat es stark zu schneien begonnen. Wegen der schlechten Witterung dauert die Anfahrt der Kriminalbeamten erheblich länger.

Nach 2 Stunden können die ersten Einsatzkräfte wieder abrücken. Zur Brandwache und zum Ablöschen der immer wieder aufflammenden Glutnester bleiben Feuerwehrmänner aus Neukirchen, Vorderbuchberg, Eschlkam und Lam am Einsatzort.
Bei Einbruch der Dunkelheit wird mit dem Entfernen des Brandguts mit einem Radlader und einem Kettenbagger begonnen. Das ständig auflodernde Feuer wird sofort abgelöscht. Eine Brandwache der Rittsteiger und Neukirchener Wehr bleibt die ganze Nacht vor Ort.

Die letzten Einsatzkräfte der Eschlkamer Wehr können nach viereinhalb Stunden den Einsatz beenden.
Der Sachschaden baläuft sich nach ersten Schätzungen auf über 100.000 Euro.

Bilder zum Einsatz:

Brand Spandlberg 24.01.05 Glutnester flammen aufBrand Spandlberg 24.01.05 Nach stundenlangem Kampf gegen die FlammenBrand Spandlberg 24.01.05 Innenangriff zum Halten des WohnhausesBrand Spandlberg 24.01.05 RueckseiteBrand Spandlberg 24.01.05 InnenhofBrand Spandlberg 24.01.05 Stall brenntBrand Spandlberg 24.01.05 Lange Schlauchleitungen muessen von den Fischteichen verlegt werdenBrand Spandlberg 24.01.05 Erntevorraete ein Raub der FlammenBrand Spandlberg 24.01.05 Further Drehleiter kommt zum EinsatzBrand Spandlberg 24.01.05 Scheune kann nicht gerettet werdenBrand Spandlberg 24.01.05 Wohnhaus kann gehalten werdenBrand Spandlberg 24.01.05 Feuer ausBrand Spandlberg 24.01.05 Starker Schneefall und Minusgrade erschweren die LoescharbeitenBrand Spandlberg 24.01.05 Noch in der Nacht wird die Scheune abgerissen

Fahrzeuge im Einsatz:

TLF 16/25 TLF 16/25

LF 16/12 LF 16/12

Historie: MZF Historie: MZF

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