
Drohnen finden bei der Feuerwehr und in Rettungsorganisationen immer mehr Verwendung. Eine Feuerwehrdrohne bietet interessante Aspekte bei Übungen und Einsätzen. Wir stellen am Beispiel der Feuerwehrdrohne HDE 2000 der Feuerwehr Eschlkam die Einsatzmöglichkeiten vor.

Eine Drohne im Dienste der Feuerwehr ist ein kleiner Flugroboter. Der unbemannte Quadrocopter wird per Fernsteuerung vom Boden aus in seiner Bewegung kontrolliert. Der Drehflügler lässt sich aufgrund der vier Rotoren auf engem Raum manövrieren und kann auf der Stelle schweben wie ein Hubschrauber. Bezeichnet werden die Drohnen bei der Feuerwehr auch als Mikro-Drohnen, da sie sich wegen ihrer geringen Abmessungen von den militärischen Drohnen, die über Flügelspannweiten bis zu 40 Metern verfügen, in der Größe wesentlich unterscheiden.
Die Feuerwehr Eschlkam ist in der glücklichen Lage eine einsatzbereite Feuerwehrdrohne unter ihren Gerätschaften zu haben. Entwickelt wurde der kleine Flugroboter HDE 2000 von der feuerwehreigenen Forschungsgruppe.
Die technischen Daten des Quadrocopters lassen sich kurz zusammenfassen:
Sonderzubehör / optionale Erweiterung:
Flugbrille, HD Digitalkamera, CCD Kamera, CCD Kamera mit Restlichtverstärker, Signalübertragungssystem für Sensoren
Die Einsatzhöhe ist nach dem Luftverkehrsrecht auf 100 Meter Höhe über Grund begrenzt. Geflogen werden darf nur auf Sichtflug. Der "Pilot" an der Fernsteuerung muss die Drohne jederzeit in seinem Blickfeld haben.
EinsatzmöglichkeitenDie Einsatzmöglichkeiten für die Feuerwehrdrohne sind vielfältig.
Eine Drohne ist ein ferngesteuertes Fluggerät, das zum Zwecke der Aufklärung, Einsatzführung, Beweissicherung und Dokumentation, vor allem aber für Lageerkundungsaufgaben eingesetzt werden kann. Die Einsatzmöglichkeiten sind abhängig von der Ausstattung der Kamera, aber vor allem von der Höhe des Gewichts, das eine Drohne tragen kann. Taktische, ökonomische und ökologische Gründe sprechen insbesondere dann für eine Feuerwehrdrohne, wenn der Einsatz bemannter Luftfahrzeuge nicht erforderlich oder möglich ist.
Wie sinnvoll der Einsatz einer Feuerwehrdrohne sein kann, zeigt der erste Einsatz des Quadrocopters der Feuerwehr Eschlkam am Kirchturm der St. Jakobskirche. Mit der Drohne wurde am 28. August 2011 das Kreuz auf dem Kirchturm der Pfarrkirche Eschlkam auf etwaige Gewitterschäden überprüft. Die Drohne überflog mit einer eingebauten Kamera den Schadensort in geringer Höhe und bot so einen einzigartigen Überblick. Mängel an der Halterung am Kreuz konnten so ausgeschlossen werden. Alternativen zur Kontrolle waren nicht möglich. Eine Drehleiter konnte aufgrund der engen Platzverhältnisse nicht eingesetzt werden, ein Aufstieg auf das Dach durch ein Dachfenster war nicht möglich.
Die Kosten für eine Feuerwehrdrohne bewegen sich je nach Ausstattung und Anbieter (Stand 2011) von ca. 18 000 Euro bis 60 000 Euro. Wobei nach oben sicherlich keine Grenzen gesetzt sind. Je nach Ausstattung kann man ein Vermögen investieren und deutlich Summen im fünfstelligen Eurobetrag für spezielle Drohnen ausgeben. Dieser immense Preis liegt zum einen in den reinen Materialkosten, wobei nur hochwertige Stoffe und Geräte verwendet werden. Zum anderen aber in den hohen Entwicklungskosten im Bereich der Elektronik und Programmierung.









