Der Feuerwehrmann schwitzt!Atemschutzcontainer

Eine durchaus heiße Übung für Atemschutzgeräteträger bietet ein Atemschutzcontainer. Einblick in die schweißtreibende, aber realitätsnahe Übung schafft dieser kleine Lexikoneintrag.

Die Rahmenbedingung

Atemschutzcontainer

Der hier vorgestellte Container als Auflieger eines Sattelschleppers ist  eine gasbefeuerte Heiß-Übungsanlage in der die Hauptszene einen Brand in einer Kellerwohnung darstellt. In den diversen Einrichtungsgegenständen (aus Stahl) sind die Brandstellen versteckt, die vom Bedienstand aus entsprechend gezündet werden können. Die Sicherheit wird groß geschrieben. So können nur entsprechend ausgebildete Feuerwehrmänner und -frauen mit der kompletten Schutzausrüstung, insbesondere Überjacke und Flammschutzhaube, die Anlage durchlaufen. Ca. 20  Minuten dauert ein gesamter Durchgang pro Feuerwehr-Team zu je vier Mann.
 

Die Aufgabe der einzelnen Trupps

Vorbereitung auf das heiße Training

Die einlaufenden Wehrmänner und -frauen werden zunächst registriert und rüsten sich mit dem notwendigen Equipment aus. Nach einer intensiven Einweisung geht es in die Übungsanlage. Die Übungen verlangen von den Einsatzkräften alles ab. Der Einstieg in den "Keller" erfolgt vom Dach des Containers aus, wobei hier bereits der erste Brand im Treppenhaus unter Beachtung des richtigen Öffnens der Tür gelöscht werden muss.

Im Container

Durch die Hitze im Brandraum sind alle Feuerwehrmänner zur gebückten Haltung gezwungen. Dies ist im Ernstfall überlebenswichtig. Mehrere Brandherde unter anderem in einem Schaltschrank oder eine brennende offene Gasleitung, die nur durch Absperren des Ventils, welches genau im Brandherd liegt, gelöscht werden kann, sind mit dem Sprühstrahl zu bekämpfen.

Brandbekämpfung


Ein entscheidender Lernpunkt ist die Sicherung des Rückweges. So flammen plötzlich Brandherde wieder auf, an denen der Trupp bereits vorbeigegangen ist. Das Strahlrohr muss sofort an den letzten Mann zurückgegeben werden, um den Rückzugsweg frei zu halten. "Lieber brennt es mal vorne weiter, als das der Rückweg abgeschnitten wird", so die Devise. Insgesamt müssen  alle Brandstellen abgelöscht werden. Wassersensoren messen das verspritzte Wasser. Ist es ausreichend, stellt sich die jeweilige Brandstelle selbst ab. Im Umkehrschluss aber brennt es umso heftiger weiter, wenn das Wasser nur sporadisch benutzt wird.

Flashover




Der Höhepunkt in der Anlage ist der "Flash-Over": Das Durchzünden der Rauchgase an der Decke. Wird die Decke nicht ausreichend gekühlt, wird den Männern und Frauen vom Bedienstand aus kräftig "eingeheizt". Bis zu 800 Grad Celsius herrschen an der Decke. Auf diese und andere Schwierigkeiten weisen zu Beginn die "Einweiser" ausdrücklich hin. Eine kleine Nachbesprechung ist obligatorisch. Am Ende gibt es für jeden Teilnehmer und jede Teilnehmerin eine Bestätigung über die erfolgreiche Teilnahme am Training.