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Aids

AIDS ist die Abkürzung für "Acquired Immuno-Deficiency Syndrome", zu Deutsch: erworbenes Immun- (oder Abwehr-) Schwäche-Syndrom. Ursache ist eine Infektion mit sogenannten HI-Viren. Die Übertragung kann durch Geschlechtsverkehr sowie bei Samenspenden oder der Gabe von Blut bzw. aus Blut gewonnenen Arzneimitteln stattfinden. Häufig sind auch verunreinigte Spritzen für die Ansteckung verantwortlich. Im Laufe der Erkrankung kommt es zu einer zunehmenden Einschränkung der körperlichen Abwehrkräfte. Dadurch können sonst harmlose Krankheitserreger schwere bis tödliche Infektionen auslösen.

Das HI-Virus befällt bestimmte Zellen des menschlichen Immunsystems (vorwiegend die sogenannten T-Helferzellen) und benutzt diese als sogenannte Wirtszellen.

Was sind die wichtigsten Symptome?

Von einer AIDS-ERKRANKUNG spricht man im "Stadium 3" der HIV-Infektion, in dem die Anzahl der T-Helferzellen (Gruppe weißer Blutkörperchen) unter einen bestimmten Wert/ml Blut gefallen ist. Unter Inkubationszeit versteht man den Zeitraum zwischen Infektion und dem, durch die Herabsetzung der Immunzellzahl verursachten, Auftreten der ersten Beschwerden. Diese auch als Latenzzeit bezeichnete Zeitspanne kann individuell zwischen 6 Monaten und 10 Jahren (auch darüber hinaus) variieren und bei geeigneter Therapie (siehe unten) beträchtlich hinausgezögert werden. ERSTE SYMPTOME der Erkrankung sind meist unspezifische und grippeähnliche Beschwerden wie Kopf, Hals und Gliederschmerzen, eine Schwellung der Lymphknoten, Fieber, Erbrechen und Durchfall. Meist werden sie nicht mit einer HIV-Infektion in Verbindung gebracht. Nach einer Phase der Erholung verschlechtert sich jedoch der allgemeine Zustand, hinzukommen Pilzinfektionen und rasanter Gewichtsverlust.

Wie wird die Infektion übertragen?

ÜBERTRAGUNG:
Das HIV ist außerhalb des Körpers nicht lange überlebensfähig. Zur Übertragung muss virushaltige Flüssigkeit direkt ins Blut gelangen. Der bloße Kontakt mit der Haut oder die Inhalation von Atemluft führt keineswegs zu einer Ansteckung. Viren wurden im Blut, in Samenflüssigkeit (nicht in Spermien selbst), Vaginalsekret, Muttermilch und in sehr geringer Konzentration auch in Urin und Speichel nachgewiesen. Die beiden Letzteren bezeichnet man daher als "gering infektiös", erst bei einer Aufnahme von 2 Liter Speichel besteht Infektionsgefahr!

ANSTECKUNG:
Ansteckungsgefahr besteht bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr, insbesondere bei riskanten Sexualpraktiken (Analverkehr), wechselnden Partnern und sexuellem Kontakt mit Risikogruppen, beim gemeinsamen Benutzen von Injektionsnadeln und sogar bei Bluttransfusionen. Bluttransfusionen werden in den Industrieländern jedoch strengen Kontrollen unterzogen. Das Übertragungsrisiko durch Muttermilch liegt bei 20 %.

 WICHTIG:
Eine HIV-Infektion kann man niemandem ansehen!

Wie kann ich mich schützen?

Wichtigster Schutz vor Übertragung durch Geschlechtsverkehr ist die Verwendung eines Kondoms. Medizinisches Personal muss bei Behandlungen, die den Kontakt mit Körperflüssigkeiten bedingen, Handschuhe tragen. Benutzung von Einwegspritzen schützt vor Infektion und sollte besonders von Drogenabhängigen bedacht werden.

 HIV-TEST:
Erfolgt eine Infektion mit dem HIV entwickelt der Organismus frühestens 2-7 Wochen danach Antikörper, welche das Virus nicht unschädlich machen, jedoch im Blut mittels des sogenannten ELISA-TEST nachgewiesen werden können und somit der Diagnose dienen. Dieser gibt jedoch vor Ablauf, der als diagnostisches Fenster bezeichneten Zeit, keine sichere Auskunft. Bei Verdacht einer Infektion, nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder Blutkontakt, sollte man sich unbedingt einer Blutuntersuchung unterziehen, um bei Infektion die geeignete Therapie zu beginnen, aber auch um andere vor Ansteckung schützen zu können. Die richtigerweise als HIV-Test (eine Aids Erkrankung ist meist noch nicht erfolgt) bezeichnete Blutanalyse wird anonym an den meisten Krankenhäusern und bei Serviceeinrichtungen durchgeführt.

Bei positivem Ergebnis
- Das Ergebnis sollte zu allererst durch einen zweiten Test bestätigt werden.
- Weitere Untersuchungen stellen anhand der T-Helferzellenzahl fest inwieweit die Krankheit fortgeschritten ist und ermöglichen so das Einleiten der geeigneten Therapie.