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© FFW Eschlkam
2010
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Kaminbrand
Was ein Kaminbrand ist, welche
Vorsausetzungen für die Entstehung notwendig sind und warum es für das
Wasser "Stopp" heißt, erfahren sie in diesem Lexikoneintrag. |
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Wie
entsteht ein Kaminbrand? |
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Ein Kaminbrand entsteht durch falsches Heizen.
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Bei einer Ölgasfeuerung kann sich der Brenner verstellen und zu viel
unverbranntes Ölgas ausscheiden.
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Bei einer Holzfeuerung kann das Holz zu feucht sein oder nicht geeignetes
Material (Kunststoffe, PVC, teerhaltiges Material) verheizt werden -
Stichwort Hausmüllverbrennungsanlage! Dann kommt es über einen längeren
Zeitraum zu Ablagerungen im Kamin, dem so genannten Pechruß. Die unvollständig
abgebrannten Rückstände im Feuerrauch verpechen den Kamin und bei genügend
Material und entsprechender Zündtemperatur im Kamin kommt es zu einer
plötzlichen Verbrennung der Rückstände.
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Wenn
der Kamin brennt, sofort die Feuerwehr verständigen!
Der
Funkenflug und die Flammen aus dem Schornstein können unter
Umständen das Dach in Brand setzen oder es kommt im Wohnraum zu einem
Brand!
Unter der Aufsicht von Feuerwehr und des zuständigen Kaminkehrers lässt man
einen Kaminbrand in der Regel kontrolliert ausbrennen. Mit Hilfe der
Wärmebildkamera wird die Temperatur im Kamin gemessen. Der
Kamin kann weiter verwendet werden. Das entscheidet aber der Kaminkehrer nach einer
gründlichen Reinigung.
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Niemals einen Kaminbrand mit
Wasser löschen!
Das ist besonders gefährlich,
weil das kalte Wasser durch die abrupte Abkühlung des heißen Kamins den
Schornstein bersten lässt.
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Hat sich durch die Wärmestrahlung oder durch den Funkenflug ein Verdacht auf
ein Glutnest erhärtet, beginnt sofort die Suche danach. Der Aufwand lohnt
sich. Der Schaden bleibt Dank der kostenlosen Hilfe durch die Feuerwehr
gering. |
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Wie kann
ich Kaminbränden vorbeugen? |
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Verwenden Sie nur ordnungsgemäßes
Brennmaterial - keine Haushaltsabfälle, Windeln, Joghurtbecher, Tetrapacks
etc. Die Verfeuerung von unerlaubtem Brennmaterial ist nicht nur verboten
(Entstehung von Furanen und Dioxinen!), sondern kann auch Schäden in
Feuerstätten und Kaminen auslösen!
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Brennmaterial aus Holz muss zur
Verfeuerung ausreichend getrocknet sein. Es sollte vor der Verfeuerung ca. 2
Jahre trocken lagern. |
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Luftzufuhr der Heizanlage nicht zu stark
drosseln oder vorzeitig schließen!
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Für genügend Frischluftzufuhr
(Verbrennungsluft) im Heizraum sorgen! (Fenster und Lüftungen nicht
schließen bzw. abdichten) |
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Verhalten bei einem Kaminbrand |
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Verständigen Sie sofort die Feuerwehr
über die Notrufnummer 112 (auch über das Handy ohne Vorwahl möglich).
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Verständigen Sie - wenn möglich - Ihren
zuständigen Kaminkehrermeister.
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Kontrollieren Sie alle Räume, durch
welche der brennende Kamin verläuft, auf Rauch und Hitze.
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Bis zum Eintreffen der Feuerwehr können
Sie im Dachboden Feuerlöscher bzw. mit Wasser gefüllte Behälter
bereitstellen. Damit können kleinere Brände gelöscht werden, die durch den
Funkenflug verursacht werden könnten. |
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Schütten Sie niemals Wasser in den
brennenden Kamin! |
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Kontrollieren Sie, ob in Nachbargebäuden
oder der Umgebung ihres Gebäudes auf Grund von Funkenflug Glutnester
entstanden sind. |
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Begehen Sie nach dem Ende des
Kaminbrandes stündlich alle betroffenen Räume, um eventuell Rauchentwicklung
bzw. erhöhte Oberflächentemperatur (durch Abtasten der Kaminwände)
festzustellen. |
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Alarmieren Sie im Bedarfsfall ein weiteres Mal die Feuerwehr! |
Im Zweifelsfall immer sofort die
Feuerwehr alarmieren.
Es ist unsere Aufgabe, Ihnen zu
helfen.
Wir sind froh, wenn sich ein
Brand als harmlos herausstellt.
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