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© FFW Eschlkam
2010
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Leistungsprüfung "Löschangriff"
Alle zwei Jahre unterziehen sich die Feuerwehrfrauen und -männer einer
Leistungsprüfung, um die Einsatzfähigkeit zu erhalten. Das Verfahren ist
fest geregelt und wird von mindestens zwei Schiedsrichtern überwacht und
begutachtet. Man beginnt mit dem Abzeichen in Bronze (dann Silber, Gold,
Gold-Blau, Gold-Grün) und erreicht nach 12 Jahren das Abzeichen in Gold-Rot.
Von Stufe zu Stufe werden die Anforderungen erhöht.
Die Leistungsprüfung dient dem richtigen Verhalten im Ernstfall.
Dabei kommt es nicht so sehr auf Geschwindigkeit, sondern auf Sorgfalt an.
2007 wurde die Leistungsprüfung "Die Gruppe im Löschangriff"
überarbeitet und aktualisiert.
Diese Beschreibung orientiert sich an den neuen Richtlinien! |
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Ablauf der
Leistungsprüfung "Wasser"
1.
Teil: Auslosung der Aufgaben und Zusatzfragen
Zuerst werden die persönlichen Daten der Teilnehmer überprüft.
Dann werden
die Aufgaben (ab Stufe Silber )und die Zusatzfragen ausgelost.
Der Gruppenführer (GF) füllt einen Fragebogen aus, Stufe Gold-Rot ebenfalls.
Die Fragen zur Gerätekunde (alle), Erste-Hilfe (Stufe Gold-Blau) und Hinweiszeichen
(Gold-Grün) werden
beantwortet.
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Danach führen alle Frauen und Männer Knoten vor, die im Feuerwehr-Alltag vorkommen
können:
>
Maschinist: Zimmermannsschlag (15 s.),
>
Melder: Mastwurf gestochen mit Spierenstich (15 s.),
>
Angriffstrupp: Brustbund mit Spierenstich [früher: Rettungsknoten] (40 s.),
>
Wassertrupp: Halbmastwurf am Sicherheitsgurt (15 s.),
>
Schlauchtrupp: Mastwurf gelegt mit Halbschlag am Strahlrohr (15 s.) |
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Wenn die Fragen beantwortet und die Knoten gelegt worden
sind, nimmt die Mannschaft Aufstellung vor dem Fahrzeug in folgender
Reihenfolge:
GF – Maschinist/Melder – ATF/ATM – WTF/WTM – STF/STM
GF: „Gruppe der Freiwilligen
Feuerwehr Eschlkam zur Leistungsprüfung angetreten!“
2.
Teil: Aufbau des Löschangriffs
GF tritt vor:
„Angenommen wird der Brand eines Nebengebäudes. Keine Menschen und Tiere in
Gefahr.
Wasserentnahmestelle ist der Oberflurhydrant, Verteiler zum markierten Punkt,
Schlauchtrupp zum Absichern der Einsatzstelle mit Warndreieck und
Warnleuchten je 30 m vor
dem Löschfahrzeug und dem Oberflurhydranten. Zum Einsatz fertig!“
Der ATF wiederholt das Kommando "Zum Einsatz fertig!".
Danach beginnt der Aufbau des Löschangriffs und die Zeitmessung
(190 s).
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Angriffstrupp (AT)
1. AT rüstet sich aus: ATF entnimmt eine Lampe und den Verteiler dem Fahrzeug, ATM das C-Rohr
und 2 C-Schläuche.
2. ATF setzt den Verteiler an der markierten Stelle. AT stellt sich
neben dem Verteiler bereit und meldet dem GF: "Angriffstrupp einsatzbereit!" und wartet auf den Einsatzbefehl, der erteilt wird, wenn
der B-Schlauch von der Pumpe am Verteiler angeschlossen ist:
Befehl an Angriffstrupp
GF: „Angriffstrupp zum
Umspritzen des linken Eimers
mit 1. Rohr zur markierten Linie
über den Platz vor!“
Diesen Befehl wiederholt der ATF.
3. AT verlegt die 2 C-Schläuche selber,
>
ATF schließt seinen C-Schlauch am Verteiler an, ATM am Strahlrohr und beide
begeben sich zur
markierten Linie.
4. ATF erteilt STF am Verteiler den Befehl
„Wasser Marsch“.
> STF bestätigt den Befehl: "Verstanden, 1. Rohr Wasser Marsch!" und
öffnet das Ventil am Verteiler.
>
Der AT spritzt den Eimer um, schließt dann wieder das Rohr.
5. ATF gibt Rückmeldung an den GF: "AT, Auftrag ausgeführt!".
Der GF bestätigt: "Verstanden, AT Auftrag ausgeführt!" ATM schließt das Rohr
und AT bleibt in Bereitstellung.
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Wassertrupp (WT)
1. WT baut die Wasserversorgung auf:
>
WTF nimmt 1. B-Schlauch und entrollt ihn von der Pumpe zum Verteiler. Dem
Maschinisten gibt er den Befehl
"Wasser Marsch!"
Am Verteiler kuppelt er mit STF oder Melder an.
> Der WTM nimmt den Hydrantenschlüssel und eilt zum Hydranten, spült den
Hydranten kurz.
> WTF kommt mit dem 2. B-Schlauch und
entrollt ihn vom Hydranten zur Pumpe.
> WTM schließt die Kupplung
an den Hydranten. Er wartet auf den Befehl des Maschinisten, der ihm "Wasser
Marsch!" gibt,
wenn der Maschinist das andere Ende des B-Schlauchs an die
Pumpe angeschlossen hat.
Danach
öffnet er den Hydranten.
2. WT stellt sich am Verteiler auf und wartet auf den
nächsten Einsatzbefehl.
WTF meldet dem GF "Auftrag ausgeführt!". Danach bekommen sie ihren Befehl
vom GF:
GF: „Wassertrupp zum Umspritzen des rechten
Eimers
mit 2. Rohr zur markierten Linie
über den Platz vor!“
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Diesen Befehl wiederholt der WTF.
3. WT rüstet sich aus und verlegt seine Schläuche selbst.
>
WTF entnimmt dem Fahrzeug Handscheinwerfer und 1 C-Schlauch, WTM Strahlrohr
und 2. C-Schlauch.
>
Am Verteiler schließt der WTF seinen C-Schlauch an, WTM entrollt (Buchten!)
den 2. C-Schlauch und kuppelt das Strahlrohr an.
> Wenn beide Schläuche verbunden sind und sich der Wassertrupp an der
markierten Linie befindet,
erfolgt der Befehl an den STF:
4. WTF erteilt STF den Befehlt: „Wasser Marsch!“.
> STF wiederholt
den Befehl: "Verstanden, 2. Rohr Wasser Marsch!" und er öffnet das
Ventil am Verteiler.
> STM übernimmt die Schlauchaufsicht.
>
Der WT spritzt den Eimer um, schließt dann wieder das Rohr.
5. WTF gibt Rückmeldung an an GF: "WT, Auftrag ausgeführt!"
>
Dieser bestätigt: "Verstanden, WT Auftrag ausgeführt!"
>
WTM schließt das Rohr und WT bleibt in Bereitstellung.
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Schlauchtrupp (ST)
1.
Der Schlauchtrupp erstellt die Verkehrsabsicherung:
>
STF entnimmt Warndreieck und Warnleuchte dem Fahrzeug und
stellt beides 30 m vor dem Fahrzeug auf.
> STM stellt beide 30 m vor dem Oberflurhydranten auf.
2. ST stellt sich am Verteiler auf und wartet auf den
nächsten Einsatzbefehl.
STF meldet dem GF "Auftrag ausgeführt!". Danach bekommen sie ihren Befehl
vom GF:
GF: „Schlauchtrupp zum
Umspritzen des mittleren Eimers
mit 3. Rohr zur markierten Linie
über den Platz vor!“
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>
Diesen Befehl wiederholt der STF.
> GF gibt Melder den Befehl: "Melder bedient den Verteiler!"
> Melder wiederholt den Befehl, bedient den Verteiler, übernimmt die
Schlauchaufsicht
und kuppelt den C-Schlauch des STF am Verteiler an.
3. Der ST rüstet sich aus und verlegt seine Schläuche selbst.
>
STF holt eine Lampe und einen C-Schlauch, STM das 3. C-Rohr und einen
C-Schlauch aus dem Fahrzeug.
>
Der Meldet kuppelt den C-Schlauch des STF am Verteiler an.
> Wenn beide Schläuche verbunden sind und sich der Schlauchtrupp an der
markierten Linie befindet,
erfolgt der Befehl an den Melder:
4. STF erteilt Melder den Befehl: „Wasser Marsch!“.
>
Melder antwortet: „Verstanden, 3. Rohr, Wasser Marsch!“ und öffnet das
Ventil am Verteiler.
>
Der ST spritzt den Eimer um, schließt dann wieder das Rohr .
5. STF gibt Rückmeldung an GF: "ST, Auftrag ausgeführt!" Dieser
bestätigt: "Verstanden, ST Auftrag ausgeführt!"
STM schließt das Rohr und ST bleibt in Bereitstellung.
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Wenn alle drei Eimer umgespritzt sind, gibt der GF den Befehl zum teilweisen
Rückbau:
Zum Abbauen der Schläuche ergehen folgende Befehle:
GF: „Angriffstrupp, Rohr zurück!“
ATF antwortet: „1. Rohr, Wasser halt!“
Melder wiederholt: „Verstanden, 1. Rohr, Wasser halt!“ und schließt den Verteiler
GF: „Wassertrupp, Rohr zurück!“
WTF antwortet: „2. Rohr, Wasser halt!“
Melder wiederholt: „2. Rohr, Wasser halt!“ und schließt den Verteiler
GF: „Schlauchtrupp, Rohr zurück!“
STF antwortet: „3. Rohr, Wasser halt!“
Melder wiederholt: „3. Rohr, Wasser halt!“ und schließt den Verteiler
Danach wird die Zeitnahme gestoppt.
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> Alle Trupps machen die Schlauchleitungen drucklos.
> Kuppeln C-Schlauch am Verteiler ab.
> Entwässern die Schläuche.
> Legen die Schläuche am Verteiler ab.
> Stellen sich am Verteiler auf.
Danach erfolgt die Besichtigung durch die Schiedsrichter.
> GF gibt Kommando: "Zum Abmarsch fertig!"
> WTF gibt dem Maschinisten Kommando: "Wasser Halt!"
>Maschinist wiederholt den Befehl „Verstanden, Wasser halt!“
und schließt die Pumpe am Fahrzeug.
> Danach bauen alle gemeinsam ab (ohne Verkehrsabsicherung!)
> Ausrüstung wird im Fahrzeug verladen
> Gruppe tritt vor dem Fahrzeug an
> GF meldet dem Schiedsrichter: "Leistungsprüfung Teil 1 beendet!"
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Maschinist
> Startet zuerst das Fahrzeug, schaltet Blaulicht und Warnblinklicht am
Fahrzeug ein,
> schließt den B-Schlauch am Ausgang der Pumpe an, dann den B-Schlauch vom
Hydranten am Eingang der Pumpe an.
>
Wenn er den Befehl vom WTM erhält „Wasser Marsch“ öffnet der die Pumpe zum
Verteiler hin.
> Überwacht den Druck in der Pumpe (max. 8 bar).
>
Wenn
er den 2. B-Schlauch an der Pumpe angeschlossen hat, gibt er an den WTF den Befehl „Wasser Marsch!“.
>
Der Maschinist nimmt die Pumpe in Betrieb und übernimmt die weitere
Verkehrsabsicherung.
Auf den Befehl „Wasser Halt!“ des WTF stellt er die Pumpe ab. |
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Melder
>
Der Melder hält sich zur Verfügung des GF in seiner unmittelbaren Nähe auf.
„Melder zur Stelle!“
>
Der Melder öffnet nach dem Befehl "Melder bedient den Verteiler!" das Ventil
für das 3. Rohr
und übernimmt die Schlauchaufsicht.
> Schließt den C-Schlauch des Schlauchtrupps am Verteiler an und
öffnet das Ventil nach dem Befehl des STF:
„3. Rohr, Wasser Marsch!“
>
Nach Beendigung der Prüfung schließt er die Ventile der einzelnen Rohre
(„Verstanden: 1./2./3. Rohr Wasser Halt!“) |
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3. Teil:
Saugschlauchkuppeln
Maschinist, Wassertrupp und Schlauchtrupp
treten dazu vor dem Fahrzeug an.
Darauf folgt die Feststellung des Gruppenführers:
„Mannschaft vollzählig, Fahrzeug fahrbereit!
Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Eschlkam zum
Saugschlauchkuppeln angetreten!“
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Hierfür stehen höchstens 100 Sekunden zur Verfügung. |
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> STF und WTF entnehmen die Saugschläuche auf der rechten
Fahrzeugseite,
> STM und WTM auf der linken.
> WTF bringt seinen Schlauch ans
Ende der Leitung, dann der WTM, dann STF, dann STM.
> WT kuppelt, ST unterstützt. |
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Trockensaugprobe
Wassertrupp
> wechselt Saugkorb gegen Blindkupplung
Maschinist
> Motor starten
> Entlüften
> Nach Erreichen eines Unterdrucks von mind. 0,6 bar "Motor
abstellen!"
> Nach Stillsetzen von Entlüftungseinrichtung
und Feuerlösch-Kreiselpumpe darf der erzielte Eingangsdruck
innerhalb von
120 Sekunden höchstens um 0,1 bar abfallen.
> Sieht der Maschinist, dass der Eingangsdruck
schnell abfällt und kann er den Fehler sofort
beheben, so sind weitere Versuche
innerhalb der vorgesehenen Zeit von 300 Sekunden zulässig.
> Nach Abschluss der Bewertung gibt der Schiedsrichter 1 das
Kommando „Abbauen!“.
Darauf wird das gesamte Gerät zurückgenommen und
ordnungsgemäß im Fahrzeug untergebracht. |
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Nach der Meldung „Fahrzeug beladen und fahrbereit!“
durch den Maschinisten
an den Gruppenführer, meldet der Gruppenführer dem
Schiedsrichter 1:
„Mannschaft
vollzählig angetreten! Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Eschlkam hat
Leistungsprüfung beendet!“
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4. Teil: Übergabe der
Leistungsabzeichen
Nach bestandener Prüfung werden die Leistungsabzeichen
überreicht. Sie werden bei festlichen Anlässen an der Feuerwehruniform
getragen. Nicht ganz ohne Stolz, denn hinter jedem Abzeichen stecken Tage
der Vorbereitung und Übung. Da darf man dann auch mal ein wenig stolz sein
über das Erreichte! |
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Stufen der
Leistungsprüfung – Zusätzliche Aufgaben
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Bronze |
Keine
zusätzlichen Aufgaben: Aufgabenverteilung wird nicht gelost |
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Silber |
Aufgabenverteilung wird ausgelost, keine zusätzlichen Aufgaben |
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Gold |
Aufgabenverteilung wird ausgelost, Gerätekunde: 2 Karten ziehen und Standort
nennen |
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Gold-Blau |
Aufgabenverteilung wird ausgelost, Erste Hilfe (Helfen durch Betreuung,
Überprüfen lebenswichtiger Körperfunktionen, Maßnahmen bei
Verbrennungen/Verbrühungen, Schockanzeichen) |
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Gold-Grün |
Aufgabenverteilung wird ausgelost, Erkennen von Gefahrgut- und
Hinweiszeichen |
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Gold-Rot |
Aufgabenverteilung wird ausgelost, Testfragebogen ausfüllen (max. 5 min.) |
Downloads
Die neue
FW-DV 3 (Stand 2010)
Formulare
Fragen Mannschaft
Lösung
Fragen Gruppenführer
Lösung Gruppenführer
Zusatzaufgaben

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