Person eingeklemmt nach VU

Bilder/Texte von Winfried Weber

Einsatzstelle-an
Einsatzdatum:12.07.2014
Einsatzstichwort:VU Person eingeklemmt
Alarmierung:4:47 Uhr
Einsatzstelle:St 2154, Höhe Tennisplatz, Abzweigung Vorderbuchberg
Beteiligte Einheiten:Neukirchen 11/1 + 21/1 + 40/1, Eschlkam 11/1 + 21/1 + 40/1, RTW, NEF, RTH




Pkw-Fahrer kommt von der Straße ab, prallt gegen ein Durchlassrohr und wird im Fahrzeug eingeklemmt

Neukirchen b. Hl. Blut. Gegen 4.40 ist ein junger Opel-Fahrer aus Neukirchen b. Hl. Blut auf der Staatsstraße zwischen Neukirchen und Eschlkam unterwegs. Auf Höhe des Tennisplatzes kommt der Fahrer eines Opel Vectra älterer Bauart in einer Rechstkurve nach links von der Straße ab. Warum der Unfallfahrer auf die Gegenfahrbahn kam, ist derzeit unklar und Gegenstand der Ermittlungen der Polizeiinspektion Furth im Wald. Trotz Vollbremsung schleudert der Opel in den tiefen Straßengraben und prallt mit dem linken Vorderrad an ein Durchlassrohr aus Beton. Das Fahrzeug stellt sich auf, wird durch die Luft geschleudert, schrammt am Telefonmasten vorbei und kommt entgegen der ursprünglichen Fahrtrichtung völlig demoliert im Straßengraben zum Liegen. Der Fahrer, der allein unterwegs ist, wird eingeklemmt. Das Vorderrad wird samt Aufhängung in die Fahrgastzelle gedrückt. Die Fahrertüre lässt sich aufgrund der starken Verformung nicht mehr öffnen, Teile der A-Säule sind nach innen verformt, der Fußraum des Fahrers beträgt nur noch wenige Zentimeter. Durch die Wucht des Aufpralls wird der Fahrer auf die Rücksitzbank geschleudert und erheblich verletzt.
Ein Anwohner, der durch den lauten Aufprall wach geworden ist, alarmiert den Rettungsdienst. Zufällig vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer halten an, können dem Eingeklemmten aber nicht helfen.
Unter dem Einsatzstichwort "Verkehrsunfall, Person eingeklemmt", werden die Feuerwehren aus Neukirchen und Eschlkam mitsamt ihren hydraulischen Rettungssätzen alarmiert.
Am Unfallort angekommen arbeiten die 40 Mann der beiden Wehren und des Rettungsdienstes aus Furth bei der Befreiung des Verunfallten Hand in Hand zusammen: nach Absprache mit dem Notarzt wird mit zwei Rettungsscheren das Dach entfernt, um den Patienten möglichst schnell und schonend aus dem Fahrzeug zu befreien.
Aufgrund der Lage des Pkw im metertiefen Straßengraben keine leichte Aufgabe. Nach wenigen Minuten ist das Dach durchtrennt, die Frontscheibe durchsägt und der Mann kann mit Hilfe einer Schaufeltrage aus seinem Pkw gehoben werden.
Er wird auf eine Vakuummatratze umgelagert und im Rettungswagen notärztlich untersucht und versorgt.
Aufgrund der Schwere der Verletzungen bestellt der Notarzt einen Rettungshubschrauber an die Unfallstelle.
Dieser landet nach 15 Minuten neben der Staatsstraße auf der Wiese.
Nach einer knappen Stunde ist der Mann soweit vorbereitet, dass er in die Regensburger Uni-Klinik geflogen werden kann.
Nachdem Polizeibeamte aus Furth im Wald das Unfallgeschehen aufgenommen haben und der Staatsanwalt das Fahrzeug freigegeben hat, wird das Fahrzeug abgeschleppt. Die Wehren reinigen die Unfallstelle und stellen Warnschilder auf, sperren die Staatsstraße für die Dauer des Rettungseinsatzes komplett und leiten den Verkehr örtlich um. Nach knapp zwei Stunden ist die Staatsstraße wieder für den Verkehr freigegeben und die Wehren rücken ab.

Bilder zum Einsatz:

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Fahrzeuge im Einsatz:

TLF 16/25 TLF 16/25

LF 16/12 LF 16/12

Historie: MZF Historie: MZF

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