Lastwagen droht umzukippen

Bilder/Texte von Winfried Weber

LKW-VU05
Einsatzdatum:10.11.2010
Einsatzstichwort:THL - VU - Verkehrsabsicherung Lkw ins Straßenbankett gefahren, droht umzukippen
Alarmierung:19:46
Einsatzstelle:Eschlkam, Staatsstraße 2154, kurz vor Leminger Kreuzung
Beteiligte Einheiten:Eschlkam 21/1 + 40/1 + 11/1, Großaign 47/1, Cham 6/1




Ein hängengebliebener Sattelschlepper drängt einen Hängerzug auf das Bankett. Ein Umkippen des voll beladenen Lastwagens droht.

Eschlkam. Am Mittwochabend bleibt ein Lkw aus der Tschechischen Republik gegen 18.00 Uhr auf der Staatsstraße 2154 kurz vor der Leminger Kreuzung liegen.
Der Sattelauflieger ragt leicht über die mittlere Fahrbahnmarkierung hinaus. Ein deutscher Lkw-Fahrer, dessen Hängerzug mit Hackschnitzeln voll beladen ist, versucht gegen 19.30 Uhr an dem Hindernis vorbeizufahren, kommt dabei zu weit nach links und fährt seinen Anhänger im Straßenbankett fest.
Der Anhänger gerät in gefährliche Schieflage und droht umzukippen. Die beiden Lkw bringen den gesamten Verkehr auf der Staatsstraße zum Erliegen.
Eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Furth im Wald lässt die Feuerwehren aus Eschlkam und Großaign zwecks Verkehrsabsicherung und weiträumiger Umleitungsmaßnahmen alarmieren.
Die FF Großaign übernimmt die Umleitung des Schwerlastverkehrs Richtung Neukirchen über Seugenhof und Stachesried, in Richtung Furth über Schachten und Daberg.
Die FF Eschlkam leitet den Verkehr durch den Ort Richtung Grenze und ist behilflich bei der Bergung des Anhängers und des Sattelzuges.
Der Anhänger kann erst aus seiner misslichen Lage befreit werden, nachdem vom Fahrer und seinen Kollegen ein Teil der Ladung auf die Straßenböschung entleert wird.
Anschließend wird der Anhänger aus dem Bankett gezogen.
Dann beginnt die Suche nach dem Grund für das Liegenbleiben des tschechischen Lkw's. Nachdem der Chef einer Servicefirma aus Furth im Wald eingetroffen ist, den die Polizei an die Unfallstelle bestellte, wird die Ursache gefunden. Der rumänische Fahrer hatte schlicht vergessen seinen Lkw mit genügend Treibstoff zu versorgen.
Auf der ansteigenden Wegstrecke kurz vor der Leminger Höhe saugte die Einspritzanlage Luft aus dem leeren Kraftstofftank. Mit ein paar Litern Diesel und genügend Strom zum Überbrücken der geschwächten Batterie konnte das Fahrzeug wieder flott gemacht werden.
Die Feuerwehr Eschlkam reinigte noch die Staatstraße von Erdreich, Hackschnitzeln und Schmierstoffen, ein Mitarbeiter des Straßenbauamtes Bad Kötzting stellte Warnbaken und Warnleuchten auf. Danach konnte die Straßensperrung und sämtliche Umleitungsmaßnahmen aufgehoben werden und die gut 30 Einsatzkräfte nach knapp 3 Stunden wieder abrücken. Den rumänischen Fahrer erwartet eine Anzeige sowie die Rechnung der Einsatzkosten.

Bilder zum Einsatz:

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Fahrzeuge im Einsatz:

TLF 16/25 TLF 16/25

LF 16/12 LF 16/12

Historie: MZF Historie: MZF

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