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© FFW Eschlkam
2010
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Wer ein Feuer bekämpfen will, muss es zuerst einmal verstehen lernen.
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Was ist "Feuer"? |
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Feuer ist eine Verbrennung mit
Flammen- und / oder Glutbildung. Das heißt es werden brennbare Gase und
Dämpfe entwickelt. |
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Wie brennt eine Kerze? |
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Bei einer Kerze ist Wachs der
Brennstoff. Wachs besteht aus einfach gebauten Kohlenwasserstoffketten : ca.
18 - 20 Kohlenstoffatome, die an den Seiten noch Wasserstoffatome tragen;
Kohlenstoff und Wasserstoff sind übrigens die Hauptbestandteile von fast
allen brennbaren Substanzen. |
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Bei Zimmertemperatur ist
Wachs fest; zündet man den Docht an, beginnt das Wachs, zu schmelzen.
"Schmelzen" bedeutet, dass die Hitze die Wachsmoleküle in Bewegung versetzt.
Die Wachsketten lösen sich voneinander - das Wachs wird "flüssig" - und vom
Docht hoch gesogen; die starke Hitze bringt die Wachsmoleküle dazu, sich
noch heftiger zu bewegen, sie lösen sich vom Docht und zerbrechen
schließlich in kurze Stücke. Diese Spaltung durch Hitzeenergie nennt man
"Pyrolyse"; die kurzen Bruchstücke sind viel reaktionsfreudiger als die
langen, trägen Wachsketten. Jetzt kommt der
Luftsauerstoff zum Zuge und reagiert mit dem Wasserstoff in den
Bruchstücken. Das ist die eigentliche Verbrennung: aus Sauerstoff und
Wasserstoff entsteht unsichtbarer Wasserdampf. Dabei wird viel Energie in
Form von Licht und Wärme frei. Diese Energie zerlegt immer mehr Brennstoff.
Das Wachs
wird in kleine Bruchstücke zerlegt, die dann wiederum mit Sauerstoff reagieren.
Eine Kettenreaktion ist in Gang gekommen, das Feuer brennt von alleine
weiter. Ein Teil der Energie wird dabei in Form von blauem Licht
abgestrahlt, wie man es an der Basis der Kerzenflamme sieht.
Zurück bleiben die
Kohlenstoffatome, die kleine, kugelförmige Rußpartikel bilden; diese
Rußpartikel sind über 1000 Grad Celsius heiß und glühen deshalb in dem
typischen warmen, gelben Licht, das eine Kerze so gemütlich macht.
Während
sich die glühenden Rußpartikel nach oben bewegen, reagieren auch sie mit dem
Luftsauerstoff und werden zu dem Gas Kohlendioxid. Auch dabei wird Energie
frei, die zum Teil in Form von Hitze abgestrahlt wird und zum Teil den
Zerlegungsprozess an der Basis der Flamme aufrechterhält - bis das gesamte
Wachs verbrannt ist. |
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Welche Voraussetzungen sind für ein Feuer nötig? |
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Damit ein Feuer entstehen kann,
braucht es nur drei Voraussetzungen im richtigen Verhältnis zueinander:
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Sauerstoff |
(in der Luft)
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Wärme
/ Zündtemperatur |
(Flamme, Herdplatte, Bügeleisen, Auspuff, Sonne, usw.)
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brennbares Material |
(Papier, Holz, Kork, Heu, Stroh, Benzin, Gas, Spiritus, usw.) |
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Welche Löschmethoden gibt es? |
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Wenn eine der drei
Voraussetzungen weggenommen wird, erlischt das Feuer.
Wenn dem Feuer der
Sauerstoff entzogen (Ersticken) wird, erstickt es.
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Möglichkeiten
dafür: Abdecken mit Sand oder Erde, Einsatz von
Schaum |
Wenn die
Zündtemperatur gesenkt (Abkühlen) wird, erlischt es.
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Möglichkeiten
dafür: Löschen mit Wasser (Wasser kühlt) |
Wenn dem Feuer das
brennbare Material genommen wird, brennt
es aus.
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Möglichkeiten
dafür: Brandschneise ziehen, Gaszufuhr abstellen |
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