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© FFW Eschlkam 2010 |
zu den Einsätzen 1870| 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009
Die ersten Einsätze der im Jahre 1870 gegründeten Freiwilligen Feuerwehr Eschlkam sind in der Chronik durch den damaligen Hauptmann und Vorstand Lehrer Haindl genau dokumentiert.
1. Ausrücken zum Brande. Der 6. August 1870 war für Eschlkam und die Umgegend ein Tag des Schreckens. Um 9 Uhr morgens verhüllten düstere, tiefhängende Wolken das Firmament. Ein gewaltiges Gewitter, dessen sich die ältesten Leute nicht erinnern konnten, zog daher. Blitz auf Blitz folgten, unmittelbar von fürchterlichen Donner begleitet, es schien als wollte das Gewitter von Eschlkam nicht mehr weiterziehen. Auf einmal erscholl der Ruf "Feuer", "der Blitz hat eingeschlagen". Die Feuersignale ertönten. Unter heftigen Regen versammelte sich die Mannschaft beim Requisitenhaus. Schon wollte man mit der Spritze der Heuhofermühle zueilen, weil man dort Rauch emporsteigen sah, da hieß es plötzlich "in Leming brennt es". Bei der Heuhofermühle hat der Blitz nur in ein Getreidemandl eingeschlagen. Rasch machte die Feuerwehr mit den zwei Spritzen und den Dachleitern "Kehrt um" und ging die Leminger Höhe hinan. Es brannte aber nicht in Leming, sondern der Köppl-Anderl-Hof, wo der Blitz in eine der nahen Pappelbäume schlug und von dort auf eines der Ökonomiegebäude und es schnell anzündete. Als die Feuerwehr dort ankam, stand der Stall und das Wohnhaus schon in hellen Flammen, aber die übrigen, vom Feuer bedrohten Nebengebäude konnten noch gerettet werden. Kräftig wurde nun gearbeitet. Die neue Spritze mit Benutzung der beiden Strahlrohre leistete ausgezeichnetes. Alles wunderte sich wie "eine so kleine" Spritze so viel Wasser und mit solcher Gewalt auf das brennende Gebäude werfen könne. Es wurde noch vieles gerettet. Ein Feuerwehrmann fand im brennenden Hause eine bedeutende Summe Geld und übergab sie dem Eigentümer. Die Feuerwehr kehrte nachmittags 2 Uhr zurück nach Eschlkam mit dem erhebenden Bewusstsein, nun die Feuertaufe glänzend bestanden zu haben.
2. Brand. Am 20. August 1870 abends gegen 9.00 Uhr erscholl Feuersignal. Es brannte in Furth, beim Fr. Altmann, in den Ökonomiegebäuden, bei welchen Brande die hiesige Feuerwehr schnell am Platze war und tatkräftigst gegen das Feuer anrückte, das nach einigen Stunden mit den Feuerwehren von Furth und Arnschwang gedämpft werden konnte.
3. Brand. Am 30. September brannte es, ebenfalls abends, in Neumarkt, die hiesige Feuerwehr eilte schnell zu Hilfe, der Brand war bald gelöscht.
4. Brand. Am 23. Dezember nachts 11,oo Uhr bemerkte der Feuerwehrhauptmann dahier eine eben in Furth aufgehende gewaltige Feuersäule. Das Feuersignal vereinigte schnell eine beträchtliche Anzahl Feuerwehrmänner, von welchen die Mehrzahl auf den Brandplatz sich begab, die zurück gebliebenen zum Wachtdienst beordert wurden. Es brannte in Furth, südlich vom Rathause und es standen bei Ankunft der hiesigen Feuerwehr bereits einige Häuser in Flammen. Es war eine fürchterlich kalte Nacht, - 23 oC , und jeden der diesen Brand mitmachte, wird derselbe unvergesslich sein. Erfrorene Füße, Hände, Ohren, trug der Eine oder Andere davon. Die Brauer mussten warmes Wasser zu den Spritzen führen, welche größtenteils ihren Dienst versagten. Die Eschlkamer Spritze hielt indes aus, obwohl das Saugrohr vor Eis manchmal nur mehr eine kleine Öffnung hatte und dasselbe, sowie auch die übrigen Schläuche mit warmen Wasser wieder aufgetaut werden mussten. Morgens 7.00 Uhr kehrte man von der Brandstätte zurück.
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