|















.Free Counter
© FFW Eschlkam
2010
| |

|
Christopherus
Der Name
Christopherus hat sowohl in der Geschichte der Heiligen als auch im
Rettungswesen einen festen Platz. Den Zusammenhang zu erkennen, ist ein
i-Tüpfelchen im Grundwissen eines Feuerwehrmannes.
Besonders
in etwas abgelegenen Regionen ist eine schnelle Hilfe durch den
Rettungshubschrauber unverzichtbar.
|
 |
|
Die Legende des heiligen Christopherus |
|
|
|
 |
Christopherus stammte aus Kleinasien und ist um das Jahr 250 unter
Kaiser Decius als Märtyrer gestorben.
Ursprünglich
hatte der Heilige den Namen Opherus. Er war ein "Riese" mit
überdimensionaler Körpergestalt. Er wollte mit seiner Kraft nur dem mächtigsten aller Könige
dienen. Nach vergeblichem Suchen begann er aufgrund des Rates eines
christlichen Einsiedlers an einem Fluss Menschen über diesen zu tragen, da er dafür
aufgrund seiner Gestalt geschaffen war. Eines Tages erschien ein kleines Kind, um sich von ihm über den Fluss tragen zu lassen.
In der Mitte des Flusses wurde das Kind immer schwerer und Opherus musste all
seine Kräfte aufbieten, um nicht unterzugehen. "Ich glaube, ich trage die
ganze Welt auf meinen Schultern", sagte Opherus ganz verwundert zu dem Kind.
"Mehr als das, du hast Gott selbst auf deinen Schultern getragen!" sagte
Jesus zu Opherus, wobei der dessen Kopf unter Wasser drückte, ihn taufte und
ihm einen neuen Namen gab: Christ-Opherus, der Christus-Träger. Nun hatte er den
mächtigsten König gefunden. Von da an war Christopherus ein
Glaubensverkünder, für den er sogar unter Kaiser Decius sein Leben gab.
|
|
Der hl. Christopherus (3. Jahrhundert) ist
Schutzpatron der Schiffer und Flößer sowie der Autofahrer. Er zählt zu den
vierzehn
Nothelfern. Sein Namenstag wird am 24. Juli gefeiert. |
|
|
|
Der Rettungshubschrauber Christoph |
|
|
|
In den späten 60-iger Jahren war die Zahl der
Verkehrstoten in Deutschland stark gestiegen . Mit fast 20.000 Toten hatte
sie 1970 ihren Höhepunkt erreicht. Dr. Hans Burghart, damals Chirurg im
Städtischen Krankenhaus München-Harlaching, erkannte als einer der ersten
Notärzte: Durch qualifizierte Sofortmaßnahmen am Unfallort könnten viele
Unfallopfer überleben, die sonst nicht einmal den Transport in ein
Krankenhaus überstehen würden. Krankenwagen brauchen unter Umständen recht
lange zum Unfallort, denn sie müssen sich durch den Verkehrsstau hindurch
wühlen, ebenso dauert der Transport für die Verletzten mitunter zu lange, um
das rettende Krankenhaus noch lebend zu erreichen. Ein Hubschrauber wäre
also die ideale Ergänzung zur bestehenden Rettungskette. Zusammen mit dem
ADAC, unter Federführung des damaligen ADAC-Vize-Präsidenten Franz Stadler
(Präsident von 1972 bis 1989), entwickelte Burghart ein Konzept zur
Luftrettung. |
 |
|

Der landende Hubschrauber wird
eingewiesen. |
Vom 13. Juni bis 06. Oktober 1968 und vom 20.
Dezember bis 07. Januar charterte der ADAC einen Hubschrauber vom Typ
Jet-Ranger mit dem Funkrufnamen “Kolibri” versuchsweise für Einsätze rund um
München. In der ersten Testphase war der Hubschrauber am Flughafen
München-Riem stationiert. Während der zweiten Testphase, zur Untersuchung
der winterlichen Einsatzbedingungen startete der Hubschrauber vom Klinikum
rechts der Isar. Eine dritte Testphase lief im Sommer 1969. Die Crew bestand
aus Arzt und Pilot, für einen Sanitäter war kein Platz an Bord. Aus
diesem Testlauf wurde in der Folge zum 1. November 1970 der erste offizielle
zivile Luftrettungsstützpunkt am städtischen Krankenhaus München Harlaching
etabliert, der sich als richtungweisend für die Luftrettung in Deutschland
und auch im Ausland erweisen sollte. Das “Münchner Modell” wurde aus der
Taufe erhoben. Aber nicht nur das Konzept, auch der Hubschrauber war ein
Novum. Es handelte sich um die erste Serienmaschine des neu auf den Markt
gekommenen Musters Bölkow BO 105. Die hervorstechendsten Merkmale des neuen
Helikopters waren das Doppeltriebwerk und der gelenklose Titan-Rotorkopf,
die einen Zugewinn an Flugsicherheit und Manövrierfähigkeit bedeuteten. Zur
Crew gehörten ein Arzt vom Krankenhaus Harlaching, ein ADAC-Pilot und ein
Rettungssanitäter vom Bayerischen Roten Kreuz. |
|
Der Funkrufname "Christoph 1" des ersten
Rettungshubschraubers wurde nach dem heiligen Christopherus, dem
Schutzpatron der Reisenden, gewählt. Heute
sind die Rettungshubschrauber flächendeckend in Deutschland verteilt. Der
Funkrufname "Christoph" ist hat sich bewährt. |
|
 |
 |
|
Der Patient wird ins Heck
geschoben. |
Den Christoph gibt es auch
ohne die gelbe Farbe. |

|