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© FFW Eschlkam 2010 |
Aktionswoche der Bayerischen Feuerwehren
Jedes Jahr im September veranstalten die Feuerwehren in Bayern eine Aktionswoche, bei der groß angelegte Übungen unter möglichst realen Bedingungen absolviert werden. Jedes Jahr steht dabei unter einem eigenen Motto. 2006 wählte der Landesfeuerwehrverband das Motto: "Im Katastrophenschutz die Nr. 1" und nahm damit Bezug zu den schlimmen Ereignissen in Bad Reichenhall und der Schneekatastrophe in Ostbayern.
Ohne den raschen Einsatz von 323.000 Feuerwehrfrauen und -männern, die sich in den 7.780 bayerischen Feuerwehren Tag und Nacht ehrenamtlich zur Verfügung stellen, wären solche Großschadenslagen nicht zu bewältigen. Ziel dieser Aktionswoche, die früher einmal "Brandschutzwoche" hieß, ist es, der Bevölkerung die alltäglichen Gefahren aufzuzeigen und um Verständnis für die Belange der Feuerwehr zu werben. Schließlich ist der Unterhalt der Bayerischen Feuerwehren nicht ganz billig. Doch ein Brand oder Unfall kann jeden Bürger schnell treffen und dann ist rasche Hilfe und gute technische Ausrüstung gefragt.
Damit bei solchen Einsätzen möglichst wenig schief geht, bedarf es dauernder Übung. Im Inspektionsbereich Furth/Hohenbogenwinkel wird dabei jedes Jahr abwechselnd in einer anderen Gemeinde ein Großbrand, schwerer Verkehrsunfall oder ein Waldbrand simuliert. Neben der Schnelligkeit wird vor allem die Qualität der Rettung begutachtet und eventuelle Fehlerquellen ausgeschaltet. So kommt es immer wieder vor, dass bei solchen Übungen Brandschutzsünden entdeckt werden, die bei realen Einsätzen verheerende Folgen hätten, z.B. zugeteerte Unterflurhydranten, fehlende Brandschutzeinrichtungen, defekte Löschsysteme, fehlende Ortskenntnisse etc.
2006 wurde für die Feuerwehren des Marktes Eschlkam und des Marktes Neukirchen ein Brand in einem landwirtschaftlichen Anwesen mit mehreren vermissten Personen in Oberdörfl angenommen. Das Brandobjekt lag 600 m weit entfernt von einem Löschteich, so musste das Wasser bei Nacht über eine sehr lange Strecke gefördert werden. In der Zwischenzeit versorgten die Tanklöschfahrzeuge aus Eschlkam und Neukirchen an der Einsatzstelle die Atemschutztrupps mit Wasser, damit diese die Personenrettung angreifen konnten. Bis die lange Förderschlauchstrecke aufgebaut war - das dauerte immerhin 15 Minuten! - hätte der Wasservorrat gereicht. Am Ende klappte das Zusammenspiel der 120 Feuerwehrleute reibungslos, die mit 20 Fahrzeugen angerückt waren
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